Migranten an der griechisch-türkischen Grenze
Flüchtlingskinder in der Türkei Foto: picture alliance/Mohssen Assanimoghaddam/dpa
Einigung der Bundesregierung

Deutschland nimmt Flüchtlingskinder aus Griechenland auf

BERLIN. Die Bundesregierung hat sich auf die Aufnahme von Kindern illegaler Einwanderer geeinigt, die derzeit in Lagern auf griechischen Inseln leben. Deutschland sei bereit, sich einer „Koalition der Willigen“ anzuschließen und „einen angemessenen Anteil“ zu übernehmen“, heißt es in dem Beschluß, wie die Bild-Zeitung berichtet. Weiter steht dort: „Deswegen wollen wir Griechenland bei der schwierigen humanitären Lage von etwa 1.000 bis 1.500 Kindern auf den griechischen Inseln unterstützen.“

Konkret geht es dabei um Kinder, die entweder krank und behandlungsbedürftig oder jünger als 14 und unbegleitet sind. Die meisten davon seien Mädchen. Die Noch-CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer nannte den Beschluß im Deutschlandfunk eine „gute Mischung aus Ordnung und Humanität“. Es gebe „Anzeichen, daß mehr Länder mitmachen, augenscheinlich auch Frankreich“. Deshalb sei sie „sehr zuversichtlich, daß die Koalition der Willigen etwas größer sein wird als zwei Länder“.

Streit zwischen Seehofer und Brinkhaus

Bereits vergangenen Mittwoch war es bei einem Treffen der Unionsführung zum Streit zwischen Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und dem Chef der Unionsfraktion im Bundestag, Ralph Brinkhaus, gekommen. Dabei soll Brinkhaus laut einem Bericht der Bild am Sonntag Seehofer mit den Worten „Ihr habt nichts gelernt, die Leute wollen keine Flüchtlinge“ angeschrien haben.

Während Seehofer im Kabinett sitze, sei er im Wahlkreis und spreche mit den Menschen, sagte Brinkhaus demnach weiter. Die Äußerungen fielen mit Blick auf die Ankündigung Seehofers, Flüchtlingskinder aufzunehmen. Seehofer soll daraufhin laut dem Spiegel Brinkhaus vorgeworfen haben, mit falschen Zahlen zu operieren. (tb)

 

Flüchtlingskinder in der Türkei Foto: picture alliance/Mohssen Assanimoghaddam/dpa

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