59,1 Prozent der gerichtlich geprüften Entscheidungen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge über Asylanträge von Afghanen erwiesen sich als falsch
59,1 Prozent der gerichtlich geprüften Entscheidungen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge über Asylanträge von Afghanen erwiesen sich als falsch Foto: picture alliance/C. Ohde/blickwinkel/McPHOTO
Abschiebungen nach Afghanistan

Gerichte heben Tausende Asyl-Ablehnungen auf

BERLIN. Deutsche Verwaltungsgerichte haben in den ersten neun Monaten diesen Jahres 5.644 Asyl-Ablehnungen von Migranten aus Afghanistan aufgehoben. Damit widersprachen sie rund 59,1 Prozent der Entscheidungen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf), wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linkspartei im Bundestag hervorgeht, die der Funke-Mediengruppe vorliegt.

Asylanträge werden in Deutschland zunächst vom Bamf geprüft. Wird ein Gesuch dort abgelehnt, haben die Flüchtlinge die Möglichkeit, die Entscheidung gerichtlich kontrollieren zu lassen. Laut der Anfrage machten 9.557 afghanische Asylbewerber bis September davon Gebrauch.

Die Linken-Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke bezeichnete den Anteil der Bamf-Entscheidungen, den die Gerichte als falsch bewertet hatten, als „inakzeptabel“. Die Behörde solle fehlerhafte Bescheide selbst überprüfen und korrigieren, um die Verwaltungsgerichte zu entlasten. (zit)

59,1 Prozent der gerichtlich geprüften Entscheidungen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge über Asylanträge von Afghanen erwiesen sich als falsch Foto: picture alliance/C. Ohde/blickwinkel/McPHOTO

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