Linke Geschichtspolitik

Wegen Gastredner: BFF-Fraktion boykottiert Gedenkfeier zum 20. Juli

FRANKFURT/MAIN. Die Bürger Für Frankfurt (BFF) haben angekündigt, die Gedenkveranstaltung anläßlich des 20. Juli 1944 in der Paulskirche zu boykottieren. Grund ist die geplante Rede des Stauffenberg-Biographien Thomas Karlauf. Die Einladung durch den Frankfurter Oberbürgermeisters Peter Feldmann (SPD) sei „völlig unpassend“ und eine „Provokation“, teilte der BFF-Fraktionsvorsitzende Mathias Mund mit.

Anlaß für die Entscheidung der BFF sei die aktuelle Veröffentlichung Karlaufs über Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Darin werde der Hitler-Attentäter als „williger Mitläufer der Nationalsozialisten“ dargestellt, „der erst ganz spät und aus fragwürdigen Motiven zum Widerstand gefunden habe“. Karlauf entwickle einen einseitig negativen Blick auf Stauffenberg.

Zudem warfen die BFF Feldmann vor, durch eine Ausstellung der linkradikalen Organisation Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten die Gedenkveranstaltung ideologisch uminterpretieren zu wollen. Das sei ein politischer Mißbrauch dieses wichtigen Datums der deutschen Geschichte. (ag)

Die Fraktion der Bürger Für Frankfurt wirft Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) vor, das Gedenken an den 20. Juli linksideologisch umzudeuten Foto: (c) dpa

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