Migrantengewalt

Rheinbad: Bademeister spricht von Todesdrohungen

DÜSSELDORF. Ein Bademeister des Düsseldorfer Rheinbads hat von alltäglichen Übergriffen, Beleidigungen und Todesdrohungen in der Freizeiteinrichtung berichtet. „Man erlebt oft Beleidigungen, es wird mit Vergewaltigung der Mutter gedroht“, sagte Schwimmeister Wladimir Chetverik bei einer Podiumsdiskussion in Düsseldorf, wie die Bild-Zeitung berichtet. Ihm werde mit Worten wie: „Ich töte dich“ oder „Ich zünde dich an“ gedroht.

Im Rheinbad, das in den vergangenen Wochen mehrfach geräumt werden mußte, gebe es kein Problem mit zu vielen Menschen. Vielmehr sei das Problem, daß dort „zu viele der Gruppen, die uns Probleme bereiten“, anwesend seien. Hausverbote nützten bei dieser Klientel nichts, betont Chetverik. „Die klettern über den Zaun oder werden an der Kasse einfach nicht erkannt.“

Augenzeuge: Täter waren 60 bis 70 Schwarzafrikaner

Bei der Diskussion unter dem Titel „Wertedialog“ war auch ein Besucher des Freibads, Knut Wesselmann, zu Wort gekommen. Der Mann, den der Deutschlandfunk als älteren Herrn in der zweiten Lebenshälfte beschreibt, berichtete von einem Vorfall in dem Bad, den er als Augenzeuge wahrnahm.

„Ich habe es gesehen, ich war zehn Meter entfernt, als eine Gruppe von 60 bis 70 Schwarzafrikanern dort im Endeffekt die Rutsche hoch gerannt sind“, erzählte Wesselmann. Für ihn sei dies eine bedrohliche Situation gewesen. Seine Frau habe daraufhin zu ihm gesagt: „Laß uns sofort das Rheinbad verlassen, weil gleich geht es hier los.“

Seit Juni kam es in dem Freibad wiederholt zu Ausschreitungen. Bei den Tätern handelte es sich in der großen Mehrheit um Ausländer. Mehrfach mußte das Bad geräumt werden. Zuletzt verhängte die Stadt Düsseldorf eine Ausweispflicht.

Düsseldorfs OB: „Lebendiger Badebetrieb“

Die persönlichen Erfahrungsberichte des Bademeisters und des Schwimmbadbesuchers stehen auch einem Bericht des ARD-Magazins Monitor entgegen. In diesem bestritt der Leiter des Magazins, Georg Restle, daß es zu Übergriffen durch Migranten gekommen sei. Es habe sich vielmehr um einen „Jugendstreich“ gehandelt, wird ein Besucher zitiert. Ein Zusammenhang mit Flüchtlingen sei „nicht erkennbar“.

Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) betonte in der Sendung, die Vorfälle hätten nichts mit organisierter Kriminalität zu tun. Vielmehr habe es sich um einen „lebendigen Badebetrieb“ gehandelt, der jetzt dazu diene, ein „unappetitliches deutschnationales Süppchen“ zu kochen. (tb)

Schwimmmeister Schwimmeister Wladimir Chetverik beim „Wertedialog“ Foto: picture alliance/Roland Weihrauch/dpa

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