Beschwerde

Münchner Wirt verteidigt AfD-Veranstaltung in seiner Gaststätte

MÜNCHEN. Der Wirt der Gaststätte Pschorr am Münchner Viktualienmarkt, Jürgen Lochbihler, hat Kritik an einer AfD-Veranstaltung in seinen Räumlichkeiten zurückgewiesen. Im Oktober vergangenen Jahres fand in seinem Wirtshaus ein „politischer Dialog und Vortrag“ mit dem bayerischen AfD-Politiker Wilfried Biedermann und dem Landesvorsitzenden der AfD Rheinland-Pfalz, Uwe Junge, statt.

„Warum soll ich dieser Partei kein grünes Licht geben? Wir hatten die FDP auch schon bei uns im Haus“, sagte Lochbihler der Abendzeitung München. „Das war kein rechtsradikaler Abend.“ Ende Dezember hatten sich mehrere Münchner Wirte beschwert, daß Lochbihler der AfD seine Räume zur Verfügung gestellte hatte.

Posten als Wiesen-Wirt könnte frei werden

Lochbihler zählt zu den Favoriten, falls in diesem Jahr ein Posten als Wiesn-Wirt frei wird. Nach einem Abrechnungsfehler in Millionenhöhe steht insbesondere der Wirt Wiggerl Hagn im Löwenbräuzelt in der Kritik. Toni Roiderers Zukunft im Hackerzelt ist nach Hygienemängeln und einem Strafbefehl über 95.000 Euro ebenfalls ungewiß.

Erst 2016 hatte der Hofbräukeller eine vereinbarte Veranstaltung der AfD mit der damaligen Parteichefin Frauke Petry kurzfristig abgesagt. Rechte Gesinnung wolle er in seinem Haus nicht haben, sagte der Wiesn-Wirt damals. Die Partei zog vor Gericht und klagte erfolgreich dagegen. (ha)

Pschorr-Wirtshaus in München: „Warum soll ich dieser Partei kein grünes Licht geben?“ Foto: picture alliance/Bildagentur-online

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