Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht im Bundestag mit den AfD-Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel und Alexander Gauland Foto: picture alliance/Bernd von Jutrczenka/dpa
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Mehrheit im Osten gegen Kooperationsverbot der CDU mit der AfD

BERLIN. Eine Mehrheit der Ostdeutschen ist gegen das Kooperationsverbot der CDU mit der AfD. 49 Prozent der Wahlberechtigten in den fünf neuen Bundesländern halten das Verbot einer Zusammenarbeit für falsch. 46 Prozent sind laut den Zahlen des Deutschland Trend im ARD-Morgenmagazin dafür.

Bundesweit ist die Zustimmung für ein Kooperationsverbot dagegen deutlich höher. Fast zwei Drittel (64 Prozent) sind gegen eine Zusammenarbeit der Christdemokraten mit der AfD. Ein Drittel ist anderer Meinung. Im Westen sind 68 Prozent der Wahlberechtigten dafür, eine Zusammenarbeit grundsätzlich auszuschließen.

Söder: Nicht mal eimn Kaffeeplausch

Zuletzt hatte die Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer nochmals die Linie ihrer Partei im Umgang mit der AfD unterstrichen. „Ich werde den Bundesvorstand bitten, mir die Prokura zu geben (…) jedes Mittel durchzuprüfen, um eine Zusammenarbeit und eine Annäherung an die AfD wirklich auch zu verhindern“, sagte Kramp-Karrenbauer vergangenen Sonntag in der ARD-Sendung „Anne Will“.

Angesichts des AfD-Kurses könne sie sich nicht vorstellen, daß es „jemals“ zu einer Kooperation kommen könnte. CSU-Chef Markus Söder ging noch weiter: „Wir haben nochmal klar gemacht, dass wir jede Form der Zusammenarbeit mit der AfD ablehnen – und sei es nur der Kaffeeplausch in einem Kommunalparlament“, sagte er. (tb)

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht im Bundestag mit den AfD-Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel und Alexander Gauland Foto: picture alliance/Bernd von Jutrczenka/dpa

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