Freiheitsstrafe nach linksextremen Ausschreitungen

Hamburg: G20-Randalierer zu vier Jahren Haft verurteilt

HAMBURG. Das Hamburger Amtsgericht hat einen 36 Jahre alten Randalierer der G20-Ausschreitungen zu vier Jahren Haft verurteilt. Es ist die bislang höchste Strafe, die im Zusammenhang mit den Krawallen gegen den G20-Gipfel verhängt wurde, berichtet das Hamburger Abendblatt.

Das Gericht sah es als erwiesen an, daß der Mann am 7. Juli 2017 beim linksextremen Szenetreff „Rote Flora“ mit Flaschen auf Polizisten geworfen hatte, um diese zu verletzen. Zudem habe er weitere Personen aufgefordert, sich an den Ausschreitungen zu beteiligen. Daher sei er für die „Gewaltexzesse mit verantwortlich“, urteilte das Gericht.

1.500 Randalierer verletzte rund 500 Polizisten

Das Urteil fiel auch deshalb so hoch aus, weil der Angeklagte bereits in der Vergangenheit eine Körperverletzung begangen hatte, die aber nicht im Zusammenhang mit den Prosteten gegen den G20-Gipfel in Hamburg stand. So war er bereits schuldiggesprochen worden, einen behinderten Mann mit Tritten und Schlägen schwer verletzt zu haben.

Während des G20-Gipfels am 7. und 8. Juli 2017 war es in der Hansestadt zu linksextremen Ausschreitungen gekommen. Einsatzkräfte wurden von rund 1.500 linken Randalierern mit Steinen und Flaschen beworfen. Zudem wurden Polizisten mit Zwillen beschossen. Etwa 500 Linksextremisten plünderten einen Supermarkt und setzten ihn anschließend in Brand. Insgesamt wurden fast 500 Polizisten verletzt, 186 Personen wurden festgenommen. (krk)

Brennende Barrikaden während des G20-Gipfels in Hamburg 2017 (Archivbild) Foto: picture alliance/rtn – radio tele nord

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