Asylzahlen

Einmal Jena eingewandert

BERLIN. Die Zahl der diesjährigen Asylanträge hat im September die Marke von 100.000 überschritten. Wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge am Montag mitteilte, stellten zwischen Januar und September 110.282 Personen erstmals Asyl in Deutschland. Dies entspricht der Einwohnerzahl von Jena oder Erlangen.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet dies einen Rückgang um 11,4 Prozent. Damals hatten zwischen Januar und September 124.405 Personen um Asyl gesucht.

Allein im September dieses Jahres beantragten 10.830 Personen erstmals Asyl in der Bundesrepublik. Hauptherkunftsland war mit 2.689 Anträgen Syrien, gefolgt von der Türkei und dem Irak mit 1.087 beziehungsweise 1.042 Anträgen. Im gesamten Jahr 2019 waren rund 56 Prozent aller Asylantragsteller männlich und knapp 44 Prozent weiblich.

1,6 Millionen Erstanträge seit 2015

Mit den neuesten Asylzahlen beläuft sich die Gesamtsumme aller Erstanträge laut der Statistik des Bundesamts seit 2015 auf 1,6 Millionen. Dies entspricht in etwa der Einwohnerzahl Münchens und damit der drittgrößten Stadt Deutschlands. In den 1,6 Millionen Anträgen sind jedoch nicht diejenigen Migranten enthalten, die über den Familiennachzug nach Deutschland kamen.

Erst im September war bekanntgeworden, daß die Zahl der ausreisepflichtigen aber geduldeten Ausländer in Deutschland eine neue Höchstmarke erreicht hatte. So waren zum Stichtag 30. Juni von den 246.737 ausreisepflichtigen Personen 191.117 wegen einer Duldung vor der Abschiebung geschützt. (krk)

Transitzentrum für Asylsuchende im bayerischen Manching Foto: picture alliance/dpa

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