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Mann rast mit LKW gegen mehrere Autos

LIMBURG. Ein Mann hat am Montag abend im westhessischen Limburg mit einem gestohlenen LKW mehrere Autos gerammt. Dabei wurden acht Personen leicht verletzt, auch der Fahrer des LKW sei leicht verletzt worden, teilte die Polizei auf Twitter mit. Zunächst war von 17 Verletzten die Rede gewesen. Tote oder Schwerverletzte habe es entgegen Spekulationen in sozialen Netzwerken nicht gegeben.

Wie das ZDF am Dienstag morgen berichtete, hätten die Behörden den Fall als Terroranschlag eingestuft. Der Hessische Rundfunk vermeldte hingegen, die Ermittler gingen nicht von einem terroristischen Hintergrund, sondern von einer Amoktat aus. Laut Polizei hatte der mutmaßliche Täter kurz vor 17.30 Uhr den LKW in der Nähe des späteren Tatorts gestohlen. Anschließend fuhr er auf der Schiede, einer Straße südwestlich des Zentrums, auf mehrere Autos auf. Die PKW-Fahrer wurden dadurch in ihren Fahrzeuge eingeklemmt.

Arabisch gesprochen und von Allah geredet

Die Polizei konnte den LKW-Fahrer unmittelbar nach dem Vorfall festnehmen. Der ursprüngliche Lenker des Kraftwagens schilderte der Frankfurter Neuen Presse, der mutmaßliche Täter habe ihn unvermittelt aus seinem Wagen gezerrt. Gesagt habe er dabei nichts. Als mehrere Zeugen nach dem Aufprall erste Hilfe leisten wollten, habe der Fahrer plötzlich Arabisch gesprochen und von Allah geredet.

Bei dem Täter soll es sich laut Bild-Zeitung um einen Syrer handeln. Er habe bereits vor der Tat am Montag mehrfach versucht, einen LKW zu kapern. Der Mann sei polizeibekannt. Allerdings soll er nicht als Gefährder oder Islamist eingestuft worden sein. Laut Focus solle er vor der Tat Alkohol getrunken haben. Der Spiegel berichtet zudem, sein Asylantrag soll kürzlich abgelehnt worden sein.

Die Polizei Westhessen bat im Laufe des Abends und der Nacht in den sozialen Netzwerken immer wieder, Spekulationen zu vermeiden. Es werde in alle Richtungen ermittelt. (ls)

LKW-Anschlag in Limburg: Neun Verletzte Foto: picture alliance/Thorsten Wagner/dpa

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