Migranten in Bihac Foto: picture alliance / AA
Balkanroute

CDU-Politiker warnen vor „zweitem Budapest“

BERLIN. CDU-Politiker haben die Bundesregierung dazu aufgefordert, Warnungen vor einer neuen Asylkrise über die Balkanroute ernst zu nehmen. Um das „Versprechen von der Begrenzung der Migration dauerhaft einzulösen“, müsse die Bundesregierung „frühzeitig auf Alarmsignale reagieren“, sagte der Abgeordnete Christoph de Vries laut einem Bericht der Welt.

De Vries regte an, den Balkanstaaten „personelle Unterstützung zur Grenzsicherung und materielle Unterstützung zur Versorgung der Migranten vor Ort“ zukommen lassen. Ziel sei, einen „ungehinderten Transit Richtung Europa“ zu verhindern.

Bihac-Sprecher gibt Merkel die Schuld

Auch sein Fraktionskollege Marian Wendt forderte eine Reaktion der Regierung auf die Berichte über Ansammlungen illegaler Einwanderer in und um Bihac. „Wenn wir kein zweites Budapest erleben wollen, müssen wir jetzt Bosnien und Herzegowina unterstützen.“

Unterdessen hat der Sprecher der Bürgerinitiative „Stoppt die Migranteninvasion“ in Bihac, Sej Ramic, in der Welt am Sonntag Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für die Situation in seinem Land verantwortlich gemacht. Sie sei „schuld an diesem Chaos“. Nur weil Merkel die „Grenzen aufgemacht“ habe, seien „diese Leute überhaupt hier“. Derzeit befinden sich laut offiziellen Angaben mindestens 10.000 Migranten in der 61.000 Einwohner zählenden Stadt. (tb)

Migranten in Bihac Foto: picture alliance / AA

Unterstützung

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag

aktuelles