Sachsen-Anhalt

Brandanschlag auf AfD-Politiker: Polizei ermittelt wegen Mordversuch

ARENDSEE. Nach dem Brandanschlag auf einen AfD-Kreisvorsitzenden im sachsen-anhaltinischen Arendsee hat die Polizei Ermittlungen wegen versuchten Mordes aufgenommen. Sie schließt laut MDR einen politischen Hintergrund nicht aus.

Unbekannte Täter hatten in der Nacht zu Sonntag an einer hölzernen Gartenlaube Feuer gelegt, in der der AfD-Politiker Sebastian Koch und seine Partnerin nach einem Sommerfest der Jungen Alternative (JA) schliefen. Seine Freundin war durch Geräusche aufgewacht und hatte eine Person bemerkt, die davonlief, sagte Koch der JUNGEN FREIHEIT. Als sie den Brand entdeckte, weckte sie ihn. Beide konnten sich in Sicherheit bringen. Zuvor konnte er demnach noch den Benzinkanister von der Laube entfernen, der als Brandbeschleuniger diente, und das Feuer löschen. „Ich bin dankbar, daß meine Freundin einen leichten Schlaf hat und wach geworden ist.“

Koch: „Glaube nicht an einen Zufall“

Koch vermutet ein politisches Motiv hinter der Tat. In linken Online-Foren gebe es Anleitungen, wie Brandsätze hergestellt und eingesetzt werden können. Gegen ihn habe es in der Vergangenheit bereits Drohungen aus der linksextremen Szene gegeben, erläuterte er. „Ich glaube da nicht an einen Zufall, daß die Laube in Brand gesteckt wird, eine halbe Stunde, nachdem meine Freundin und ich uns Schlafen legen.“

In der Vergangenheit habe es wiederholt Angriffe auf das AfD-Büro im nahen Salzwedel gegeben. Doch die Brandstiftung vom Wochenende sei eine „neue Qualität“, betonte Koch.

Linksextremer Angriff in Stuttgart

Erst vergangenen Donnerstag war das Haus des Stuttgarter AfD-Gemeinderats Burkhard Korneffel und seiner Frau Lidia, die ebenfalls in der Partei aktiv ist, von Linksextremen angegriffen worden. Die Täter filmten sich dabei, wie sie Parolen wie „Rechtsruck zurückschlagen“ und „AfD angreifen“ an Wände schmierten und den Briefkasten verklebten.

Auf dem linksextremen Szeneportal „Indymedia“ bekannten sich die Täter zu dem Angriff. In ihrem Schreiben behaupteten sie, 30 Personen hätten sich an der Attacke beteiligt. (ag)

Die Polizei Sachsen-Anhalt ermittelt nach dem Anschlag auf den AfD-Politiker wegen versuchten Mordes (Symbolbild) Foto: (c) dpa

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