„Fridays for Future“ und Linksextreme

Aachener Polizei warnt vor Teilnahme an Klima-Demo

AACHEN. Die Aachener Polizei hat vor den geplanten Klimademonstrationen am 21. und 22. Juni in der Stadt Schüler, Studenten und Eltern davor gewarnt, an den Kundgebungen teilzunehmen. Sie begründete dies in einem Brief mit der Gefahr, daß die „Fridays for Future“-Klimaproteste von gewaltbereiten Gruppen instrumentalisiert werden könnten.

In dem Schreiben, das unter anderem an das Schulministerium, die Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf, sowie an die Schülervertretungen ging, verwieß die Polizei auf die an dem Wochenende parallel stattfindenden Aktionen des linksextremen Bündnisses „Ende Gelände“. Die Gruppierung war in der Vergangenheit durch Anschläge und Gewalttaten rund um den Hambacher Forst aufgefallen.

Bereits im März hatte der Verfassungsschutz gegenüber der JUNGEN FREIHEIT geäußert, daß auch die linksextreme Interventionistische Linke sich unter die Klimaproteste mische. So beteiligten sich deren Angehörige unter anderem an einer Demonstration in Hamburg während des Besuchs von Greta Thunberg.

Klimaaktivisten werten Brief als „Drohgebärde“

Wer sich an den Aktionen von „Ende Gelände“ beteilige, laufe Gefahr, in „aggressive Auseinandersetzungen zu geraten“, mahnte der Polizeieinsatzleiter Thomas Dammers in dem Brief weiter. Die Polizei werde gegen Straftaten, die während der Kundgebungen begangen würden, konsequent vorgehen. Er hoffe, die Versammlungen der „Fridays for Future“-Bewegung blieben weiterhin friedlich.

Eine der führenden Sprecherinnen von „Fridays for Future“, Carla Reemtsma, kritisierte gegenüber dem WDR das Schreiben der Polizei als Versuch, die Klimaschutzbewegung zu spalten und zu kriminalisieren. Beide Organisationen seien „zwar verschiedene Bewegungen, aber wir sind uns einig in den Zielen und in dem Prinzip der Gewaltfreiheit“.

Die Unterstützerorganisation der Klimademonstranten, „Parents for Future“, betonte, sich nicht von solchen „Drohgebärden“ abschrecken zu lassen. Auch „Ende Gelände“ sprach von „falschen Unterstellungen“ der Aachener Polizei.

(ag)

Die „Fridays for Future“-Proteste könnten von Linksextremen mißbraucht werden, befürchtet die Aachener Polizei (Archivbild) Foto: picture alliance/Oliver Berg/dpa

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