Hessenwahl

Wahlschlappe für CDU und SPD / Grüne gewinnen / AfD zweistellig

Die Hessen haben gewählt. Verluste für die Union und die Sozialdemokraten bedeuten Zugewinne vor allem bei den Grünen und der AfD. In welcher Koalition wird das Bundesland künftig regiert? Werden SPD, Grüne und FDP ein Bündnis bilden? Wird die Linkspartei an der Regierung beteiligt? Große Bedeutung hat der Urnengang auch für die Bundespolitik. Kippt die Große Koalition? Die aktuellen Zahlen, Entwicklungen und Stellungnahmen im JF-Wahlticker. 

Damit haben CDU und Grüne eine Mehrheit von einem Sitz, um ihre Regierung fortzusetzen.

Das vorläufige amtliche Endergebnis (in Klammern das Ergebnis von 2013):

CDU 27,0 Prozent (38,3 Prozent)
SPD 19,8 Prozent (30,7 Prozent)
Grüne 19,8 Prozent (11,1 Prozent)
AfD 13,1 Prozent (4,1 Prozent)
Linke 6,3 Prozent (5,2 Prozent)
FDP 7,5 Prozent (5,0 Prozent)
Sonstige: 6,5 Prozent (2,3 Prozent)

Nach der aktuellen ARD-Hochrechnung fehlt damit CDU und Grünen ein Sitz, um die Regierung fortzusetzen.

21.43 Uhr: 4. ARD-Hochrechnung (in Klammern das Ergebnis von 2013):
CDU 27,0 Prozent (38,3 Prozent)
SPD 20,0 Prozent (30,7 Prozent)
Grüne 19,6 Prozent (11,1 Prozent)
AfD 13,2 Prozent (4,1 Prozent)
Linke 6,2 Prozent (5,2 Prozent)
FDP 7,7 Prozent (5,0 Prozent)
Sonstige: 6,3 Prozent (2,3 Prozent)

 

AfD-Chef Jörg Meuthen im Gespräch mit JF-TV über die hessische Landtagswahl und mit einem Ausblick auf die Europawahl.

JF-TV befragt den Landessprecher der hessischen AfD, Klaus Herrmann, zum Wahlausgang.

Was bedeutet die Wahl für Hessen und die Große Koalition unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)? Lesen Sie dazu einen Kommentar von Jörg Kürschner.

19.27 Uhr: 3. ARD-Hochrechnung (in Klammern das Ergebnis von 2013):
CDU 27,8 Prozent (38,3 Prozent)
SPD 19,5 Prozent (30,7 Prozent)
Grüne 19,5 Prozent (11,1 Prozent)
AfD 12,5 Prozent (4,1 Prozent)
Linke 6,0 Prozent (5,2 Prozent)
FDP 7,9 Prozent (5,0 Prozent)
Sonstige: 6,8 Prozent (2,3 Prozent)

Die Wahlbeteiligung lag laut Infratest Dimap bei 67,6 Prozent.

19.23 Uhr: FDP-Spitzenkandidat René Rock zeigt sich offen für eine mögliche Regierung mit den Grünen.

19.04 Uhr: FDP-Chef Christian Lindner: Hessische FDP hat Regierung zusammen mit den Grünen schon vor der Wahl abgelehnt. Die Grünen sind nicht in der Mitte, sondern im linken Parteienspektrum.

18.58 Uhr: Grüner-Spitzenkandidat Tarek Al-Wazir: Wollen Verantwortung aus dem guten Wahlergebnis gerecht werden.

18.54 Uhr: SPD-Chefin Andrea Nahles: Die Bundespolitik hat zu den Verlusten beigetragen. SPD hat eine Menge Arbeit vor sich. Zustand der Großen Koalition in Berlin ist nicht tragbar, und Änderungen sind nötig.

18.52 Uhr: SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel: Konnten gegen den Bundestrend keine hessischen Landesthemen setzen.

18.50 Uhr: Nach jetzigem Stand kann die Koalition aus CDU und Grünen mit knapper Mehrheit fortgesetzt werden.

18.48 Uhr: 2. ARD-Hochrechnung (in Klammern das Ergebnis von 2013): 

CDU 27,8 Prozent (38,3 Prozent)
SPD 19,8 Prozent (30,7 Prozent)
Grüne 19,4 Prozent (11,1 Prozent)
AfD 12,1 Prozent (4,1 Prozent)
Linke 6,6 Prozent (5,2 Prozent)
FDP 7,6 Prozent (5,0 Prozent)
Sonstige: 6,7 Prozent (2,3 Prozent)

18.47 Uhr: CDU-Ministerpräsident Volker Bouffier: Das Ergebnis ist klarer Auftrag, eine Regierung zu bilden. Wir werden die anderen Parteien einladen, aber nicht die Linken und die AfD. Die Botschaft der Wahl für die Bundespolitik ist, daß die Menschen keinen Streit in der Großen Koalition wollen.

18.44 Uhr: Linke-Spitzenkandidatin Janine Wissler: Froh über Einzug in Landtag. AfD wird in uns den entschiedensten Gegner finden.

18.40 Uhr: Grünen-Spitzenkandidatin Priska Hinz: Haben ein wunderbares Wahlergebnis erreicht.

18.39 Uhr: FDP-Bundesvorsitzender Christian Lindner: Debatten im Wahlkampf wurden von den politischen Rändern dominiert. FDP als Mitte hat das im Wahlkampf gemerkt. Trotzdem ist FDP in Hessen ein kleiner Gewinner.

 

18.34 Uhr: CDU-Ministerpräsident und Spitzenkandidat Volker Bouffier: Haben schmerzliche Verlust erlitten, was uns demütig macht. Haben aber auch erreicht, stärkste Fraktion zu bleiben und Regierung stellen zu können. Wahlkampf war bestimmt von Wahrnehmung der Großen Koalition in Berlin.

18.32 Uhr: SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel: Ergebnis ist eine bittere Niederlage und schlechtestes Ergebnis seit 1946. Daran gibt es nichts zu beschönigen.

18.29 Uhr: CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer: Haben schmerzhafte Einbußen. Aber haben rot-rot-grüne Mehrheit verhindert. Arbeit der schwarz-grünen Landesregierung kann fortgesetzt werden.

18.27 Uhr: AfD-Chef Jörg Meuthen zeigt sich zufrieden über das Wahlergebnis. Man wolle Sozialpolitik für die wirklich Bedürftigen machen.

18.24 Uhr: Laut Infratest Dimap-Umfrage sahen 50 Prozent der Wähler die Abstimmung als Denkzettel für die Bundespolitik.

18.21 Uhr: SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil: Wahlausgang ist Signal an Große Koalition in Berlin. Diskussionen werden folgen. Wir haben Klärungsbedarf.

18.15 Uhr: 1. ARD-Hochrechnung (in Klammern das Ergebnis von 2013):

CDU 27,9 Prozent (38,3 Prozent)
SPD 19,9 Prozent (30,7 Prozent)
Grüne 19,5 Prozent (11,1 Prozent)
AfD  12,1 Prozent (4,1 Prozent)
Linke 6,6 Prozent (5,2 Prozent)
FDP 7,5 Prozent (5,0 Prozent)
Sonstige: 6,5 Prozent (2,3 Prozent)

18.14 Uhr: CDU-Fraktionsvorsitzender Michael Boddenberg: Streit in Großer Koalition hat Wahlergebnis negativ beeinflußt.

18.11 Uhr: Grünen-Chefin Annalena Baerbock: Wahl ist starkes Zeichen für Zusammenhalt im Land. Hessen ist so grün wie nie.

18.08 Uhr: Eine Fortsetzung der schwarz-grünen Koalition ist möglich.

18.07 Uhr: Beobachter berichten von versteinerten Gesichter bei der SPD-Wahlparty.

 

ARD-Prognose 18.00 Uhr (in Klammern das Wahlergebnis von 2013):

CDU 28,0 Prozent (38,3 Prozent)

SPD 20,0 Prozent (30,7 Prozent)

Grüne 19,5 Prozent (11,1 Prozent)

AfD 12,0 Prozent (4,1 Prozent)

Linke 6,5 Prozent (5,2 Prozent)

FDP 7,5 Prozent (5,0 Prozent)

Sonstige: Prozent (2,3 Prozent)

Die Spitzenkandidaten der wichtigsten Parteien zur hessischen Landtagswahl mit Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) (3. v. r.) Foto: picture alliance/Arne Dedert/dpa

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