Markus Krall Freiheit oder Untergang
Maaßen
Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen Foto: picture alliance/dpa

Verfassungsschutzpräsident und AfD
 

Grüne fordern Erklärung von Maaßen nach Anschuldigungen

BERLIN. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Konstantin von Notz, hat Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen aufgefordert, sich zu den Vorwürfen einer AfD-Aussteigerin zu äußern. Diese hatte unlängst in der Bild am Sonntag behauptet, Maaßen habe der damaligen AfD-Chefin Frauke Petry 2015 zu einem Parteiausschluß des Thüringer AfD-Fraktionsvorsitzenden Björn Höcke geraten. So könne eine Beobachtung der Partei durch den Verfassungsschutz verhindert werden.

Von Notz, der als Mitglied des Parlamentarischen Kontrollgremiums auch mit der Überwachung der Geheimdienste befaßt ist, sagte der Rheinischen Post: „Gerade die in Deutschland besonders sensible politische Frage, ob eine Partei verfassungsfeindlich ist oder nicht, kann nicht von politischen Opportunitätserwägungen des Präsidenten des Bundesamts für Verfassungsschutz abhängig sein.“ Auf Twitter forderte der Grünen-Politiker, Maaßen müsse den Verdacht ausräumen. Dem schloß sich auch die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Bundestagsfraktion, Britta Haßelmann, an.

Sprecher der Grünen Jugend fordert Rücktritt

Der Bundessprecher der Grünen Jugend, Max Lucks, forderte den Rücktritt von Maaßen. Er begründete dies auf Twitter damit, daß der Verfassungsschutz „die rechten Verfassungsfeinde“ schütze.

Auch aus den anderen Fraktionen kamen kritische Stimmen, die eine Erklärung von Maaßen fordern, beispielsweise von Saskia Esken (SPD) und Niema Movassast (Linke). (ag)

Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen Foto: picture alliance/dpa
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