AFD Sachsen Wir Frauen brauchen keine Quote!
Katja Suding
Die stellvertretende FDP-Vorsitzende Katja Suding Foto: dpa

Weiblicher Mitgliederanteil
 

FDP-Frauen wollen keine Quote

BERLIN. Die Führungsfrauen der FDP haben den Vorschlag mehrheitlich abgelehnt, Frauenquoten für Neumitglieder einzuführen. „Eine feste Quote halte ich nicht für zielführend. Wir sind die Partei des Wettbewerbs, die jeweils Besten sollen sich durchsetzen“, sagte die stellvertretende Vorsitzende der Liberalen, Katja Suding, der Süddeutschen Zeitung.

Auch die Generalsekretärin Nicola Beer positionierte sich mit „relativ großer Skepsis“ gegen einen festgelegten Anteil von Frauen in der Partei, der etwa ein Drittel betragen solle. Sie forderte, daß ein entsprechnedes Maßnahmenpaket ergebnisoffen diskutiert werden sollte.

Niedrigster Frauenanteil seit 30 Jahren

Unter anderem enthält dieses Paket eine Quote. Als notwendig betrachtet die Partei Veränderungen in der Mitgliederstruktur, weil der Frauenanteil auf den niedrigsten Wert seit 1987 gesunken sei. Vor 30 Jahren wären noch 25 Prozent der Mitglieder weiblich gewesen. Ende 2017 lag dieser Wert bei 21,88 Prozent.

Unter den Neumitgliedern sind es noch weniger. 18,52 Prozent, derer die sich in der Partei neu anmelden, sind weiblichen Geschlechts.

Der Vorstand der FDP billigte eine Vorlage mit dem Titel „Mehr Chancen durch mehr Vielfalt – Bildung einer Ad-hoc-Arbeitsgruppe Diversity Management“. Dieser soll laut Welt 13 Maßnahmen enthalten, „um neue weibliche Mitglieder und Wähler zu gewinnen sowie mehr Frauen in die Parteiarbeit und die Führungsebene zu integrieren“.

FDP will den Prozentsatz weiblicher Mitglieder erhöhen

Die Partei hatte in der Folge Vorschläge zur Erhöhung des Frauenanteils diskutiert. Der Vorstand wolle bis zum Jahresende verschiedene Möglichkeiten prüfen. „Als Partei für Vielfalt und Chancengerechtigkeit müssen wir selbstkritisch feststellen: Bei uns engagieren sich leider zu wenig Frauen“, erklärte FDP-Bundesgeschäftsführer Marco Mendorf.

Diskutiert werden sollen auch die programmatische Aufwertung von Themen wie Familienpolitik, spezifische Kampagnen zur Gewinnung weiblicher Mitglieder oder der Gebrauch gendergerechter Sprache innerhalb der Partei. (mp)

Die stellvertretende FDP-Vorsitzende Katja Suding Foto: dpa
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