Organisierte Kriminalität in der Hauptstadt

Berliner Behörden wollen Verbrecher-Clans gemeinsam bekämpfen

BERLIN. Im Kampf gegen die Clan-Kriminalität haben Berliner Behörden einen Fünf-Punkte-Plan beschlossen. Neben der Polizei und der Staatsanwaltschaft sollen künftig auch Finanzämter, Jobcenter, Ausländerbehörde und die bezirklichen Ordnungs- und Jugendämter gegen die Verbrecherfamilien zusammenarbeiten, berichtet der Tagesspiegel.

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) betonte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa die Notwendigkeit dieser Maßnahme damit, daß die Mitglieder zumeist arabischer Verbrecher-Clans eine „fast schon provokative Ablehnung unserer rechtsstaatlichen Regeln“ zeigten. Das sei inakzeptabel. „Wir sind fest entschlossen, geltendes Recht und gesetzliche Regeln an allen Orten dieser Stadt durchzusetzen.“

Finanzen der Clans sind im Visier der Fahnder

Die Kernpunkte des Planes sehen vor, auch kleinere Vergehen im Umfeld der organisierten Kriminalität konsequent zu ahnden. Die Generalstaatsanwaltschaft soll demnach eine Spezialabteilung gründen, um das Vermögen der Clans einziehen zu können.

Durch verstärkte Gewerbekontrollen soll drittens die Geldwäsche verhindert werden. Um künftig den Einstieg junger Männer in die Kriminalität zu verhindern, wollen die Behörden Präventions- und andererseits Ausstiegsprojekte entwickeln. Dazu werde Anfang Dezember eine Koordinierungsstelle organisierte Kriminalität Anfang Dezember beim Landeskriminalamt Berlin eingerichtet.

Arabische Großfamilien beschäftigen Berliner Polizei

In den vergangenen Monaten waren die Berliner Sicherheitsbehörden verstärkt gegen arabische Großfamilien vorgegangen. Im Juli waren 77 Immobilien im Wert von rund zehn Millionen Euro beschlagnahmt worden.

Zuletzt war es im Umfeld der Araber-Clans in der Hauptstadt zu mehreren schweren Gewalttaten gekommen. So war ein polizeibekannter Intensivtäter im September auf offener Straße erschossen worden. (ag)

In Berlin soll die Polizei bei ihrem Kampf gegen Araber-Clans Unterstützung von weiteren Behörden erhalten (Symbolbild) Foto: picture alliance / dpa

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