Allepo in Syrien Anfang März 2017 Foto: picture alliance/dpa
Kriegsverbrechen

Mutmaßlicher Massenmörder aus Syrien bezog in Deutschland Hartz IV

DÜSSELDORF. Ein mutmaßlicher islamistischer Kriegsverbrecher aus Syrien hat seit einem knappen Jahr 2.400 Euro Sozialleistungen pro Monat kassiert. Das 35jährige Mitglied der Dschabhat Fatah, ehemals Al-Nusra-Front, soll 36 Menschen bei einem Massaker getötet haben, berichteten mehrere Medien.

Der am vergangenen Mittwoch in Düsseldorf festgenommene Abdalfatah H. A. soll im Oktober 2015 mit seiner schwangeren Frau und drei Kindern im Alter von sieben, fünf und drei Jahren als Flüchtling nach Plauen in Sachsen gekommen sein. Zweieinhalb Monate später sei das vierte Kind in Deutschland geboren worden.

2.400 Euro monatlich

Im April 2016 wurden Abdalfatah H. A. und seine Familie als Asylbewerber anerkannt. Seitdem bezogen sie Hartz-IV-Leistungen von zunächst 2.300 Euro, später dann 2.400 Euro monatlich, berichtete die Bild. Gegenüber dem Jobcenter soll der Islamist angegeben haben, in Syrien als Automechaniker gearbeitet zu haben.

Laut Bundesgerichtshof soll Abdalfatah H. A. im März ein sogenanntes „Scharia-Todesurteil“ vollzogen und mit weiteren Islamisten 36 syrische Regierungsmitarbeiter getötet haben.

Islamistisches Netzwerk wird sichtbar

Unterdessen ist am Donnerstag in Gießen ein weiterer Dschihadist dieser Terrormiliz festgenommen worden. Der 26jährige Abdulrahman A.-A. soll die Kampfeinheit gegründet und Fahrzeuge und Gelder verwaltet haben.

Medienberichten zufolge habe Abdulrahman A.-A. Verbindungen zu dem in Untersuchungshaft sitzenden Arahman A.K., gegen den die Generalbundesanwaltschaft wegen des Anschlagsplans auf die Düsseldorfer Altstadt ermittelt. (mv)

Allepo in Syrien Anfang März 2017 Foto: picture alliance/dpa

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