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Paul Ziemiak (CDU): Es dürfe keine Partei rechts der CDU geben Foto: dpa

Deutschlandtag der Jungen Union
 

JU-Chef will konservative Wähler zurückgewinnen

BERLIN. Der Vorsitzende der Jungen Union (JU), Paul Ziemiak, hat eine Schärfung des konservativen Profils der CDU gefordert. „Wir müssen die Fehler klar benennen: Es liegt offen auf der Hand, daß sich ein Teil unserer Wähler nicht mehr ausreichend von der Union repräsentiert fühlt“, sagte Ziemiak der Nachrichtenagentur dpa.

Die Partei müsse Konsequenzen aus dem schlechten Abschneiden bei der Bundestagswahl ziehen. „Wir haben einen christlich-sozialen Flügel, wir haben einen liberalen Flügel, aber eben auch einen konservativen Flügel, und deswegen müssen wir uns breiter aufstellen, wenn wir Volkspartei bleiben wollen“, erklärte der JU-Chef.

Notwendig sei deshalb eine Verjüngung von CDU und CSU. „Wir brauchen junge, unverbrauchte Köpfe in Regierung, Fraktion und Partei.“ Dazu zähle er auch CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn. Zudem müsse laut Ziemiak die Einwanderungspolitik im Mittelpunkt von möglichen Koalitionsverhandlungen stehen.

Deutschlandtag in Dresden

Die Jugendorganisation der Unionsparteien trifft sich an diesem Wochenende in Dresden zu ihrem „Deutschlandtag“, bei dem auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet wird. Dabei soll unter anderem über eine mögliche Obergrenze für den Flüchtlingszuzug abgestimmt werden.

Der Vorsitzende der Jungen Union Bayern, Hans Reichhart, bekräftigte vor dem Treffen die CSU-Obergrenzenforderung. „Es muß einen Mechanismus geben, und zwar in Gesetzesform, der verhindert, daß sich das Jahr 2015 wiederholt – das muß die rote Linie der CSU sein“, sagte Reichhart der dpa. (ha)

Paul Ziemiak (CDU): Es dürfe keine Partei rechts der CDU geben Foto: dpa
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