SEK-Einsatz
SEK-Einsatz (Archivbild): Marokkaner festgenommen Foto: picture alliance / Pressefoto Ulmer

Sachsen
 

Marokkaner plante Anschlag auf russische Botschaft

LEIPZIG. Die sächsische Polizei hat einen geplanten Terroranschlag in Berlin verhindert. Spezialeinsatzkräfte nahmen am Samstag morgen einen 24 Jahre alten Marokkaner in einer Asylunterkunft in Borsdorf im Kreis Leipzig fest. Nach Informationen der Leipziger Volkszeitung soll der Verdächtige am Samstag einen Terroranschlag in Berlin geplant haben.

Am Freitag abend habe das sächsischen Landeskriminalamt (LKA) „Hinweise auf eine mögliche geplante Straftat und deren Ausführenden“ erhalten. In der Nacht zu Samstag bildete die Leipziger Polizei eine Sondereinheit. „In den frühen Morgenstunden konnte der Tatverdächtige durch Spezialkräfte des Landeskriminalamtes festgenommen werden“, sagte LKA-Sprecher Tom Bernhardt dem Blatt.

Verdächtiger fiel mit Bombendrohung auf

Einzelheiten zur geplanten Tat habe die Polizei nicht preisgeben wollen. Laut Tagesspiegel habe sich der 24 Jahre alte Mann unter Demonstranten vor Rußlands Botschaft mischen wollen. Der Verdächtige befinde sich in Haft. Weitere Details wolle die Polizei in dieser Woche bekannt geben. In Borsdorf befindet sich neben einer Asylunterkunft auch eine Einrichtung für minderjährige Asylsuchende.

Bei dem Terrorverdächtigen handele es sich um denselben Mann, der am 8. Februar mit einer Bombendrohung einen Großeinsatz am Bildungs- und Technologiezentrum in Borsdorf ausgelöst hatte. Er habe damals zwei Schüler davor gewarnt, in die Schule zu gehen, weil sich in seinem Rucksack eine Bombe befinde. Der damals Unbekannte wurde als Südländer zwischen 30 und 25 Jahren beschrieben, mit dunklem Bart und dunklen Haaren. (ls)

SEK-Einsatz (Archivbild): Marokkaner festgenommen Foto: picture alliance / Pressefoto Ulmer
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