Russischer Soldat
Ein russischer Soldat kehrt die Stufen auf dem Parkfriedhof Marzahn in Berlin Foto: picture alliance/ dpa
Deutsch-Russisches Kriegsgräberabkommen

Festakt ohne die AfD

Es gilt als ein wichtiger Schritt auf dem Weg der Versöhnung der ehemaligen erbitterten Kriegsgegner: das deutsch-russische Kriegsgräberabkommen von 1992. Es sieht vor, daß sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Auftrag der Bundesregierung um den Erhalt und die Pflege der Gräber deutscher Gefallener in Rußland kümmert. Zugleich wurde in dem Abkommen geregelt, daß die Bundesrepublik die Verantwortung für die sowjetischen Kriegsgräber auf dem Gebiet der ehemaligen DDR übernimmt.

Der 25. Jahrestag der Unterzeichnung wird kommende Woche mit einem Festakt im Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst feierlich begangen. Im Beisein des russischen Botschafters Wladimir Grinin sowie des Staatssekretärs im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ralf Kleindiek, wird Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble die Festrede halten.

Gauland: „willkürliche Ausgrenzung“

Ausgerichtet wird der Festakt zum Jubiläum des Abkommens vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Nach Informationen der JUNGEN FREIHEIT hat die Organisationen dazu alle im Bundestag vertretenen Parteien eingeladen – bis auf die AfD-Fraktion.

Zur Begründung teilte die Sprecherin des Volksbunds auf Anfrage der JF mit, man habe  „zu dem Festakt keine Fraktionen, sondern Menschen eingeladen, mit denen wir zu diesem Thema  zusammengearbeitet haben.“ Darunter gebe es „natürlich auch Menschen mit einem politischen Mandat“. Vorrangig gehe es aber „bei unseren Gästen um ihre Verbindung zumThema“.

Der Fraktionsvorsitzende der AfD im Bundestag, Alexander Gauland, kritisierte gegenüber der JF die Nicht-Einladung als „willkürliche Ausgrenzung“. Zuletzt hatte in der Führung des Volksbunds das große Interesse von AfD-Abgeordneten am Festakt zum Volkstrauertag im Bundestag für Wirbel gesorgt.

Ein russischer Soldat kehrt die Stufen auf dem Parkfriedhof Marzahn in Berlin Foto: picture alliance/ dpa

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