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AfD-Bundessprecherin Frauke Petry und Vize Alexander Gauland Foto: picture alliance / dpa
Onlinebefragung

AfD-Mitglieder gegen Spitzenkandidatur

BERLIN. Die Mitglieder der AfD haben sich dagegen ausgesprochen, daß ihre Partei mit einem einzelnen Spitzenkandidaten bzw. einer Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl am 24. September antritt. Dies ist das Ergebnis einer Onlinebefragung der Partei, die Sonntag nacht abgeschlossen worden war.

Wie die JUNGE FREIHEIT aus Parteikreisen erfuhr, stimmte eine knappe Mehrheit dafür, daß mehrere Personen als „Spitzenkandidatenteam“ der AfD bestimmt werden. Mit dieser Onlinebefragung sollte ein Stimmungsbild eingefangen werden. Die Frage, wie die AfD zur Bundestagswahl im September antreten soll, muß der Bundesparteitag im April entscheiden.

Petrys innerparteiliche Widersacher im Bundesvorstand – vor allem Co-Sprecher Jörg Meuthen sowie der Vize Alexander Gauland – waren es, die den Gedanken, mit einem Spitzenteam anzutreten, ins Spiel gebracht hatten.

Offen, wer zum Spitzenteam gehören soll

Gauland verwies zur Begründung in diesem Zusammenhang auf den Umstand, daß es weder eine einheitliche Bundesliste noch das Amt des Oppositionsführers gebe und die AfD nicht mit dem Anspruch antrete, den nächsten Bundeskanzler zu stellen. Ohne diese Absicht sei ein Spitzenkandidat wenig sinnvoll.

Petry hatte demgegenüber in einem Interview mit dem Focus darauf hingewiesen, daß die SPD bei der Bundestagswahl 1994 mit einem Kandidatenteam – der sogenannten „Troika“ aus Rudolf Scharping, Oskar Lafontaine und Gerhard Schröder – bekanntlich nicht sehr erfolgreich war.

Unklar bleibt bis jetzt, wer zum Spitzenteam der AfD gehören soll. Als sicher gelten sowohl Petry als auch Gauland. Zusätzlich fallen die Namen der Bundesvorstandsmitglieder Alice Weidel sowie Armin Paul Hampel.  (vo)

AfD-Bundessprecherin Frauke Petry und Vize Alexander Gauland Foto: picture alliance / dpa

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