Niederbayern

AfD kritisiert Fluthilfe-Millionenzahlung für Ditib-Moschee

DEGGENDORF. Die AfD hat die Finanzierung einer Moschee im niederbayerischen Deggendorf aus dem Fluthilfefonds des Freistaats kritisiert. „Das Tor des Bayerischen Waldes, wie Deggendorf genannt wird, wird in Zukunft von Allah bewacht“, sagte die Kreisvorsitzende Katrin Ebner-Steiner, die auch Mitglied im Landesvorstand ist.

Die Jahrhundertflut von 2013 verursachte allein in der 32.000 Einwohner-Stadt Schäden von über 500 Millionen Euro. Auch die Moschee des islamischen Kulturvereins war betroffen. Privatleute bekamen nur 80 Prozent der Schäden ersetzt, gemeinnützige Einrichtungen dagegen den vollen Wert.

Repräsentativer Bau mit Minarett

Da die Ditib-Moschee als gemeinnütziger Bau gilt, mußte der Steuerzahler 2,4 der insgesamt 3,2 Millionen Euro Baukosten übernehmen. Das islamische Gebetshaus im Stadtteil Fischerdorf war im vergangenen Jahr fertiggestellt worden. Während es sich vor der Flut um einen unscheinbaren Bau in einem Zweifamilienhaus gehandelt hatte, ist der neue Bau wesentlich prunkvoller und beinhaltet ein Minarett.

Für die ebenfalls in Fischerdorf beschädigte Kapelle seien dagegen nur 46.000 Euro bereitgestellt worden, beanstandete Ebner-Steiner. „So viel zu dem Märchen, es gäbe keine Islamisierung in Deutschland.“ Die Moschee in Fischerdorf sei ein neues Kapitel in „Deutschland schafft sich ab“. In einem offenen Brief an die Fraktionen im Kreistag hatte die AfD-Fraktion die Frage aufgeworfen, ob die Moschee zu viel Fördermittel aus dem Fluthilfefonds erhalten hat. (tb)

 

Muslimas in einer Moschee Foto: picture alliance / dpa

Unterstützung

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen

All articles loaded
No more articles to load

aktuelles

All articles loaded
No more articles to load