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Berlins früherer Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) Foto: picture alliance/dpa

Forderung nach mehr Respekt
 

Wowereit beklagt schlechten Ruf von Politikern

BERLIN. Berlins früherer Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat mehr Respekt für Politiker gefordert. „Wir dürfen Politik nicht immer so schlecht machen. Es ist einer der härtesten Jobs, die es gibt. Und ich unterstelle da erst einmal jedem – bis auf wenige Ausnahmen – daß sie alle bemüht sind, unsere Gesellschaft besser zu machen“, sagte er dem rbb.

„Aber wir behandeln sie teilweise wie die Letzten.“ Politikverdrossenheit habe auch damit zu tun, wie viel Respekt man gegenüber den Leuten aufbringe, die versuchten, Lösungen zu finden. Derzeit hätten Populisten eine „Hochzeit“, beklagte Wowereit, die ganz komplizierte Sachverhalte ganz simpel darstellten und vereinfachten.

Daß jemand wie Donald Trump eine Wahl in Deutschland oder Europa gewinnen könne, glaube er aber nicht. „Wir müssen aufpassen, daß wir in Deutschland jetzt nicht so tun, als ob Herr Trump hier eine Mehrheit gehabt hätte. Hier hätte parteiübergreifend Hillary Clinton gewonnen und zwar mit 90 Prozent. Ich glaube nicht, daß wir so eine Situation wie in den USA haben, und sie wird hoffentlich auch nicht kommen.“ (krk)

Berlins früherer Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) Foto: picture alliance/dpa
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