Wolfgang Schäuble (CDU)
Wolfgang Schäuble (CDU): Lebenserwartung und die Lebensarbeitszeit in Zusammenhang bringen Foto: picture alliance/Sven Simon
Renten-Debatte

Schäuble für späteren Rentenbeginn

BERLIN. Bundesfinanzminister Wolfang Schäuble (CDU) hat sich für einen späteren Rentenbeginn in Deutschland ausgesprochen. Bei einer Veranstaltung in Berlin am Mittwoch abend sagte Schäuble, es mache relativ viel Sinn, die Lebenserwartung und die Lebensarbeitszeit in einen fast automatischen Zusammenhang in die Rentenformel einzubinden, berichtete faz.net.

Demnach solle die Altersgrenze stärker flexibilisiert werden und das Erwerbspotenzial erhöht werden. „Wir müssen uns auf die demographische Entwicklung vorbereiten“, um die sozialen Sicherungssysteme zu stabilisieren, betonte der 73 Jahre alte CDU-Politiker.

Junge Union für Rente mit 70 

Derweil erweiterte die Junge Union (JU) den Vorstoß um einen Vorschlag, wann Menschen in Deutschland künftig konkret in den Ruhestand eintreten könnten. „Um das Rentenniveau künftig nicht so weit absenken zu müssen, dass immer weniger Menschen davon leben können, sollten wir das Renteneintrittsalter an die steigende Lebenserwartung koppeln“, sagte der JU-Vorsitzende Paul Ziemiak in der Rheinischen Post. Konkret schlug der Nachwuchspolitiker vor, das Renteneintrittsalter auf 70 Jahre zu erhöhen.

Zuletzt war eine Debatte um eine Reform der Rente entbrannt. Vor rund einer Woche war bekanntgeworden, daß fast jedem zweiten Arbeitnehmer, der ab 2030 in Rente geht, Altersarmut droht. Auch die Bundesregierung rechnet in den nächsten Jahren mit einem starken Anwachsen der Altersarmut. Die Ausgaben für die Grundsicherung im Alter sollen bis 2020 um 35 Prozent steigen. (ls)

Wolfgang Schäuble (CDU): Lebenserwartung und die Lebensarbeitszeit in Zusammenhang bringen Foto: picture alliance/Sven Simon

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