Bodo Ramelow
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linkspartei) Foto: picture alliance/dpa
Deutsche Pässe für Flüchtlingskinder

Ramelow fordert Reform des Staatsbürgerschaftsrechts

ERFURT. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linkspartei) hat sich für eine umfassende Reform des Staatsbürgerschaftsrechts ausgesprochen. Demnach sollen Kinder von Asylbewerbern, die in Deutschland geboren wurden, automatisch einen deutschen Paß erhalten, sagte er dem MDR.

Dagegen lehnte er ein Verbot der doppelten Staatsbürgerschaft und der Burka ab. „Ich kann mich nicht erinnern, in Thüringen jemals eine Person gesehen zu haben, die eine Vollverschleierung getragen hat“, betonte der Ministerpräsident. Grenzschließungen für Asylsuchende seien ebenso abzulehnen.

Allerdings hätte er sich einen geordneten Zuzug nach Deutschland mittels eines Kontingentsystems gewünscht. Nie habe er dabei daran geglaubt, mehr als eine Million Asylbewerber ließen sich „mit dem Zauberstab“ integrieren. (ho)

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linkspartei) Foto: picture alliance/dpa

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