Sevim Dagdelen
Sevim Dagdelen: Kritik am Programm der Islamkonferenz Foto: picture alliance/ ZB

Erdogan-Anhänger
 

Linkspartei kritisiert Deutsche Islamkonferenz

BERLIN. Die Linkspartei hat der Deutschen Islamkonferenz vorgeworfen, Anhänger des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan zu hofieren. Anläßlich des 10. Jahrestags der Gründung des Gesprächsforums soll dort am Dienstag auch ein Vertreter der Moscheevereinigung Ditib sprechen, die vom türkischen Staat kontrolliert wird.

Dies sei ein „politisch fatales Signal“, kritisierte die Integrationsbeauftragte der Linksfraktion im Bundestag, Sevim Dagdelen. Die Politikerin warnte: „Als verlängerter Arm Ankaras trägt Ditib direkt zur Desintegration in Deutschland bei.“ Damit mache die Bundesregierung „den Bock zum Gärtner“.

„Erdogans Imame sind ein Fall für den Verfassungsschutz“

Statt dessen müsse die Regierung „säkularen Muslime in Deutschland gegen die vom Ausland finanzierten Mullahs stärken“, forderte Dagdelen. „Erdogans Imame sind ein Fall für den Verfassungsschutz und nicht für den Festakt der Bundesregierung.“

Die Islamkonferenz war 2006 vom damaligen Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) ins Leben gerufen worden, um über die bessere Integration von Moslems zu debattieren. Derzeit sind neben Ditib unter anderem die Ahmadiyya-Gemeinde, die Alevitische Gemeinde Deutschlands, die Islamische Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland, der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland, die Türkische Gemeinde in Deutschland sowie der Zentralrat der Muslime in Deutschland an dem Forum beteiligt. (ho)

Sevim Dagdelen: Kritik am Programm der Islamkonferenz Foto: picture alliance/ ZB
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