Bericht über SEK-Einsatz

Landtagsabgeordneter warnt vor bewaffneten Dschihadisten

WIESBADEN. Der hessische Landtagsabgeordnete Ismail Tipi (CDU) hat vor einer Bewaffnung „dschihadistischer Radikalislamisten“ in Deutschland gewarnt. Laut Informationen des ehemaligen Journalisten habe es vor etwas mehr als einer Woche einen „Top-Secret-Einsatz“ des SEK in Nordrhein-Westfalen gegeben. Dabei sollen Waffen, die in einem Kühlraum eines Gemüsehändlers in der Nähe einer Moschee gelagert waren, beschlagnahmt worden sein.

„Nach meinen Informationen wurde bei diesem Einsatz ein Waffenlager mit schweren Kriegswaffen ausgehoben. Die Gefahr der Bewaffnung der fundamentalistischen gewaltbereiten Salafisten in Deutschland ist sehr groß. Das macht dieser geheime Einsatz mehr als deutlich“, zeigte sich Tipi besorgt.

Die Pressestelle der Polizei Köln dementierte dies. Einen Einsatz des Kölner SEK in einem solchen Zusammenhang habe es nicht gegeben. Ebenso könne der Fund eines größeren Waffenlagers nicht bestätigt werden. „Ob ein anderes SEK im Einsatz gewesen ist, ist nicht bekannt“, teilte die Behörde mit. Auch die Polizei in Marbach und Korbach bestätigten Tipis Bericht nicht.

„Es gibt in Deutschland viele hundert Schläfer“

„Aus ermittlungstaktischen Gründen kann es sein, daß eine bestimmte Einsatzgruppe Einsätze durchführt ohne die anderen Behörden zu informieren“, sagte Tipi der JUNGEN FREIHEIT. Die bundesweiten Ermittlungen zu Waffenfunden müßten keinen direkten Bezug zum „Islamischen Staat“ (IS) haben. „Es gibt in Deutschland viele hundert Schläfer, Fundamentalisten, Radikalislamisten, die mit dem Dschihad und dem IS sympathisieren, aber keine direkte Verbindung haben.“

In Deutschland und Europa gebe es genug Unterstützer der Terrormiliz. „In meinem Bericht geht es darum, die Gesellschaft über mögliche Tendenzen aufzuklären und zu informieren, um sie für mögliche Beobachtungen zu sensibilisieren“, betonte Tipi. Seiner Meinung nach ist die Gefahr der Bewaffnung der gewaltbereiten Dschihadisten „sehr groß“. (ls)

Ismail Tipi: Gefahr der gewaltbereiten Dschihadisten sehr groß Foto: dpa

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