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Heinrich Bedford-Strohm
EKD-Ratspräsident Heinrich Bedford-Strohm Foto: picture alliance/dpa

Asylkrise
 

EKD-Ratsvorsitzender: Deutschland kann nicht jeden aufnehmen

BERLIN: Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat für eine realistische Asylpolitik plädiert. „Es geht nicht darum, die Welt zu umarmen und jeden nach Deutschland zu holen“, sagte er der Rheinischen Post. Es sei „klar, daß Europa nicht alle weltweit 65 Millionen Flüchtlinge aufnehmen kann. Natürlich kann auch Deutschland nicht unbegrenzt Menschen aufnehmen.“

Der EKD-Chef forderte „geregelte und faire Verfahren und eine internationale Lastenteilung“ bei der Aufnahme von Asylbewerbern. Aber auch eine Abschottung sei nicht der richtige Weg, betonte Bedford-Strohm. „Es ist aber ebenso falsch zu sagen: Wir machen jetzt dicht. Nehmen Sie das Beispiel des Familiennachzugs: Fehlender Familiennachzug belastet die Integration hier.“ Aus diesem Grund sei es wichtig, „daß wir für nachziehende Familien legale Zuwanderungswege schaffen“.

In der Vergangenheit hatte sich Bedford-Strohm, der seine SPD-Mitgliedschaft derzeit ruhen läßt, immer wieder gegen eine Obergrenze bei der Aufnahme von Asylsuchenden ausgesprochen. Noch im Januar sagte der Geistliche, eine Obergrenze tatsächlich durchzusetzen sei unvereinbar „mit den humanitären Traditionen Deutschlands und Europas“. (ho)

EKD-Ratspräsident Heinrich Bedford-Strohm Foto: picture alliance/dpa
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