Syrer
Syrische Asylbewerber demonstrieren vor dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge für eine schnellere Bearbeitung ihrer Anträge (Archivbild) Foto: picture alliance//Sueddeutsche Zeitung Photo
Mehr als 400.000

Regierung rechnet mit noch mehr Asylbewerbern

BERLIN. Deutschland erwartet ein noch größerer Asylansturm als bislang angenommen. Aufgrund der Asylzahlen in den ersten drei Monaten des Jahres wird der Bund seine Prognose deutlich nach oben korrigieren, berichtet die Welt.

Bereits im Februar hatte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die Zahl der für 2015 zu erwartenden Asylanträge auf 300.000 angehoben. Nun geht die Behörde von über 400.000 Antragsstellern aus. Dies wäre eine Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr. 2014 hatte es 173.072 Erst- und 29.762 Folgeanträge gegeben. Dies war die höchste Zahl seit 1993.

Zwischen Januar und März beantragten laut Bundesamt 85.394 Personen Asyl in Deutschland, was einer Zunahme von 125,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Darunter waren 75.034 Erstanträge. Mit mehr als 23.000 Antragsstellern war das Kosovo das Hauptherkunftsland, gefolgt von Syrien (15.444) und Serbien (9.074) (krk)

Syrische Asylbewerber demonstrieren vor dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge für eine schnellere Bearbeitung ihrer Anträge (Archivbild) Foto: picture alliance//Sueddeutsche Zeitung Photo

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