Kampf gegen Abschiebungen

Linksextremisten verüben Brandanschlag auf Ausländeramt

ESSEN. Linksextremisten haben sich zu einem Brandanschlag auf das Ausländeramt in Essen bekannt. Dabei hatten die Täter in der Nacht zu Montag zwei auf dem Parkplatz der Behörde abgestellte VW-Busse in Brand gesteckt. Die beiden Fahrzeuge wurden vom Ausländeramt unter anderem für Abschiebungen benutzt. Beide Transporter brannten nach Polizeiangaben vollständig aus. Es entstand ein Schaden in Höhe von 50.000 Euro, berichtet die WAZ.

Am Montag dann bekannte sich eine „Gruppe des Mitgefühls“ auf einem linksextremen Internetportal zu dem Brandanschlag. Die beiden Autos seien „den Flammen übergeben“ worden, da man nicht mehr tatenlos zusehen wollte, „wie Menschen in Länder abgeschoben werden, in denen sie unter menschenunwürdigen Bedingungen leben müssen oder gar tagtäglich in Todesangst leben müssen“.

Täter hoffen auf Nachahmer

Die deutsche und europäische Asylpolitik sei verantwortlich für den Tod von tausenden Menschen im Mittelmeer. Zudem behandle die Bundesregierung Asylbewerber wie Menschen zweiter Klasse. „Wir sehen unsere Tat als eine Antwort auf die Gewalt der deutschen Regierung gegen Hilfesuchende, für die Menschlichkeit und für ein Leben ohne Grenzen“, hieß es in dem Schreiben weiter. Man hoffe daher, daß sich auch andere Linksextremisten von der Tat inspirieren ließen.

Es war nicht der erste Brandanschlag auf das Ausländeramt in Essen. Bereits 2008 waren ebenfalls zwei Fahrzeuge von mutmaßlich linksextremen Tätern in Brand gesteckt worden. (krk)

Von Linksextremisten angezündete Transporter der Essener Ausländerbehörde Foto: picture alliance/dpa

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