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Kai Gehring
Kai Gehring: Er weiß, was Erasmus heute wollen würde Foto: dpa

Nicht weltoffen genug
 

Grüne schimpfen über „Erasmus“-Stiftung der AfD

BERLIN. Die Grünen haben scharfe Kritik am Namen der parteinahen „Erasmus“-Stiftung der AfD geübt. Es sei eine „Unverschämtheit, daß die europafeindliche AfD eine ‘Erasmus’-Stiftung gründen will und damit diesen großen Europäer vereinnahmt und verunglimpft“, kritisierte der hochschulpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Kai Gehring.

„Als bedeutender pro-europäischer Gelehrter des Humanismus würde es Desiderius Erasmus ablehnen, daß die Stiftung einer rechtskonservativen und europafeindlichen Partei seinen Namen trägt.“ Zugleich forderte Gehring eine Prüfung, ob die AfD den Namen überhaupt nutzen dürfe.

„Aufgrund der großen Verwechslungsgefahr mit dem europäischen Austauschprogramm sollte geprüft werden, ob die Vereinnahmung von Erasmus durch die AfD rechtens ist.“ Aus Sicht des Erasmus-Programms, „das für Weltoffenheit und Austausch steht, ist die Vereinnahmung wohl kaum akzeptabel“, monierte der Politiker. Die Grünen haben mit der „Heinrich-Böll-Stiftung“ eine eigene parteinahe Stiftung deren Budget von mehr als 51 Millionen Euro (2013) zum Großteil aus Steuergeldern finanziert wird. (ho)

Kai Gehring: Er weiß, was Erasmus heute wollen würde Foto: dpa
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