Razzia
Razzia in der Landeserstaufnahmestelle für Asylbewerber in Mannheim am Montag Foto: picture alliance/dpa
Ausländerkriminalität

Drogenrazzia in Asylheimen

MANNHEIM. Die Polizei hat in Baden-Württemberg bei einer großangelegten Razzia zahlreiche Asylbewerber festgenommen. Sie stehen im Verdacht, „in Mannheim gewerbsmäßig mit Rauschgift gehandelt zu haben“, teilten Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidium Mannheim am Montag mit.

Die Staatsanwaltschaft hatte insgesamt gegen 23 Asylbewerber im Alter von 18 bis 39 Jahren Haftbefehle erwirkt. Am frühen Montagmorgen durchsuchte deswegen ein Großaufgebot der Polizei die Landeserstaufnahmestelle für Asylbewerber in Mannheim sowie 24 weitere Asylheime in Baden-Württemberg, unter anderem in Karlsruhe, Reutlingen, Tuttlingen und Offenburg.

Bei der Razzia konnte die Polizei 19 Haftbefehle vollstrecken, vier gesuchte Asylbewerber befinden sich noch auf der Flucht. Gegen weitere Verdächtige wurde Haftbefehl beantragt. Zudem wurden Drogen und Gelder aus Drogengeschäften sichergestellt. Bei der Razzia waren über 400 Beamte im Einsatz. Die Ermittlungen richten sich laut Polizei gegen mehr als 50 „tatverdächtige Schwarzafrikaner“, die seit Anfang 2015 in Mannheim mit Marihuana, Kokain und Amphetamin gehandelt haben sollen. (krk)

Razzia in der Landeserstaufnahmestelle für Asylbewerber in Mannheim am Montag Foto: picture alliance/dpa

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