Linksextremisten in Leipzig: Asylbewerber gesteht die Tat Foto: picture alliance/Geisler-Fotopress
Staatsanwaltschaft

Dresdener Asylbewerber wurde von Mitbewohner getötet

DRESDEN. Die Tat sorgte deutschlandweit für Schlagzeilen. In der vergangenen Woche wurde der Asylbewerber Khaled I. in einer Plattenbausiedlung in Dresden tot aufgefunden. Medien, Politiker und Asylbewerber deuteten eine Mitschuld der Pegida-Bewegung an dem Mord an. Nun stellt sich heraus: Der Mann wurde von einem anderen Asylbewerber getötet.

Der Mann aus Eritrea hat nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa ein Geständnis abgelegt. Gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen. Über das Motiv gibt es derzeit noch keine Erkenntnisse. Die Dresdener Polizei war in den vergangenen Wochen in die Kritik geraten, da sie angeblich zu spät einen gewaltsamen Tod von Khaled I. festgestellt haben soll. So monierte der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck die angeblich „dilettantischen Ermittlungen“ und stellte Strafanzeige.

Viele Medien stellten bei der Tat eine Verbindung zu den Pegida-Demonstrationen her. Mitbewohner hatten gegenüber der Presse von einer „fremdenfeindlichen“ Stimmung gesprochen, einen „Hilferuf“ initiiert und mitgeteilt, es sei „zu gefährlich“ in der Stadt. Einige wollten Dresden deswegen auch verlassen. Linksextremisten hatten aus „Rache für Khaled“ in der vergangenen Woche zudem in der Leipziger Innenstadt randaliert. (ho)

Linksextremisten in Leipzig: Asylbewerber gesteht die Tat Foto: picture alliance/Geisler-Fotopress

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