Wolfgang Bosbach:
Wolfgang Bosbach:: Kritik an Merkel-Aussagen Foto: picture alliance/Geisler-Fotopress

Unions-Konservative
 

CDU: Kritik an Merkels Islam-Aussagen

BERLIN. Die Äußerungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), der Islam gehöre zu Deutschland, sind in ihrer eigenen Partei auf Kritik gestoßen. „Welcher Islam ist gemeint? Gilt das auch für seine islamistischen und salafistischen Strömungen?“, fragte der Vorsitzende des Bundestag-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach. Zudem gehöre etwa die Scharia sicher nicht zu Deutschland. Er könne Merkels Aussagen deswegen „in dieser Pauschalität“ nicht teilen, sagte er der Saarbrücker Zeitung.

Auch vom CDU-Bundestagsabgeordneten Thomas Bareiß kam Kritik. Zwar könnten die Religionen in Deutschland friedlich nebeneinander bestehen, sagte er dem Handelsblatt, „aber die Wurzeln unseren Landes sind in erster Linie und vor allem von der christlich-jüdischen Tradition geprägt“.

Unterstützung erhielt Merkel dagegen vom Parlamentarischen Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, Michael Grosse-Brömer (CDU). „Ich finde, das ist in der aktuellen Situation eine richtige Botschaft der Kanzlerin gewesen.“ Die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende, Julia Klöckner, betonte zwar, die Moslems seien Teil von Deutschland, die Wurzeln Deutschlands seien jedoch christlich-jüdisch geprägt. „Auf das Grundgesetz darf es keinen Rabatt geben, auch keinen religiösen Rabatt“, sagte sie der Nachrichtenagentur dpa. (ho)

Wolfgang Bosbach:: Kritik an Merkel-Aussagen Foto: picture alliance/Geisler-Fotopress
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