Wegen Strafanzeige gegen Merkel

CDU beschimpft AfD-Vize Gauland als „Haßprediger“

POTSDAM. Die CDU hat Brandenburgs AfD-Chef Alexander Gauland wegen seiner angekündigten Strafanzeige gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) scharf kritisiert. „Bei Gauland brennen offensichtlich die letzten Sicherungen durch“, sagte der Generalsekretär der brandenburgischen CDU, Steeven Bretz. „Er entwickelt sich immer mehr zum Haßprediger.“

Gauland hatte Merkel am Freitag vorgeworfen, in der Asylkrise illegale Einwanderer nach Deutschland einzuschleusen und deswegen angekündigt, Strafanzeige gegen die Bundeskanzlerin stellen zu wollen. „Frau Merkel hat sich als Schleuser betätigt“, sagte der stellvertretende AfD-Vorsitzende.

Zudem forderte die AfD erneut einen sofortigen Aufnahmestopp für Asylsuchende. Eine menschenwürdige Unterbringung sei derzeit nicht mehr gewährleistet. „Die Aufnahmekapazität für Deutschland ist überschritten“, warnte AfD-Chefin Frauke Petry.

Steigende Umfragewerte für AfD

Ähnlich Forderungen waren zuvor schon in der CDU laut geworden. Unter anderem von der sächsischen CDU-Bundestagsabgeordneten Veronika Bellmann und dem hessischen Landtagsabgeordneten Hans-Jürgen Irmer.

Die Asylkrise beschert der AfD derzeit steigende Umfrageergebnisse. Wäre an diesem Wochenende Bundestagswahl könnte die Partei laut Demoskopen mit bis zu sieben Prozent ins Parlament ziehen. In Bayern lag die Partei im Bundestagswahltrend laut dem Meinungsforschungsinstitut Forsa sogar bei neun Prozent. (krk)

AfD-Fraktionschef Alexander Gauland im Potsdamer Landtag Foto: picture alliance/ZB/dpa

Unterstützung

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen

All articles loaded
No more articles to load

aktuelles

All articles loaded
No more articles to load