Schriftzug der Linkspartei (2011): Bündnis gegen Pegida Foto: dpa
Dresden

Linkspartei kritisiert „Pegida“-Demonstrationen

DRESDEN. Die Linkspartei hat zu Demonstrationen gegen die „Pegida“-Demonstrationen in Dresden aufgerufen. „Unter dem Deckmantel einer Bürgerinitiative wird sich gegen den radikalen Islamismus, Asylmißbrauch, Armutseinwanderung, Gendermainstreaming und für die Verteidigung der Werte des christlichen Abendlandes eingesetzt“, empörte sich Bundesvorstandsmitglied Marika Tändler-Walenta.

Die Pegida-Initiatoren schürten „Angstbilder und bieten einfache Lösungsstrukturen, was zu einer Zunahme des vorherrschenden Rassismus“ beitrage. Der Parteivorstand der Linkspartei habe deswegen beschlossen, „antifaschistische und antirassistische“ Gegenaktivitäten zu unterstützen.

Zuletzt demonstrierten 7.000 „Pegida“-Anhänger

Die Anhänger von „Pegida“ („Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“) demonstrieren seit mehreren Wochen jeden Montag gegen radikale Islamisten und für schärfere Einwanderungsregeln. Zuletzt beteiligten sich nach Angaben der Veranstalter etwa 7.000 Teilnehmer an der Kundgebung.

Linksextremisten versuchen bereits seit längerem, gegen „Pegida“ zu mobilisieren. Zuletzt beteiligten sich knapp 400 Anhänger der linken Szene an den Gegenprotesten. Die Initiatoren von „Pegida“ haben die Rassismusvorwürfe stets zurückgewiesen. Politiker von CDU und AfD hatten die Demonstranten zudem in Schutz genommen. Unterdessen haben sich auch in Kassel, Leipzig, Düsseldorf und anderen Städten „Pegida“-Ableger gebildet und zu Demonstrationen aufgerufen. (ho)

>> Weitere Informationen zu „Pegida“

Schriftzug der Linkspartei (2011): Bündnis gegen Pegida Foto: dpa

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