Unterricht in einer Hamburger Schule
Hamburger Schulklasse: Klare Regeln des Miteinanders nötig Foto: picture alliance/dpa

Bildungspolitik
 

CDU-Politiker für verkürzte Unterrichtszeit

BERLIN. Weil der Schulalltag für viele Schüler angeblich zu stressig ist, haben sich Politiker der CDU für eine Verkürzung der Unterrichtszeit ausgesprochen. „Schüler lernen bis zu 45 Stunden in der Woche, mehr als viele Erwachsene arbeiten. Ich trete für eine maximale 35-Stunden-Woche ein“, sagte der familienpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Marcus Weinberg (CDU), der Bild-Zeitung.

Unterstützung erhielt er vom CDU-Bundestagsabgeordneten Martin Patzelt. Schüler dürften nicht mehr arbeiten als Erwachsene, forderte der Vater von fünf Kindern. Ihre Leistungsfähigkeit sei auch an die „Möglichkeit zu freiem Spiel und zu sozialen Kontakten“ gebunden. Bei aller Leistungsanforderung müsse darauf geachtet werden, daß „die emotionale Stabilität und die Entwicklung sozialer Kompetenzen“ ausreichend berücksichtigt würden.

Berlin senkt Anforderungen

Doch nicht nur die Länge des Schultages scheint für einige Schüler ein Problem zu sein. In Berlin beispielsweise haben immer mehr Schüler Schwierigkeiten, die angestrebten Bildungsziele zu erreichen. Im Mai reagierte deswegen die Berliner Bildungsverwaltung und senkte die Ansprüche für die Schulabschlüsse.

So können nun sowohl die Berufsschulreife, der frühere Hauptschulabschluß, als auch die Mittlere Reife leichter erreicht werden. Zudem ist ab jetzt auch bei einem schlechteren Notendurchschnitt der Gang aufs Gymnasium möglich. Auf Gesamtschulen reicht nun ein Notendurschnitt von Vier für die Mittlere Reife. Auch ist eine Sechs auf dem Zeugnis erlaubt. (krk)

Hamburger Schulklasse: Klare Regeln des Miteinanders nötig Foto: picture alliance/dpa
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