Asylbewerber

Burbach: Mißhandlungsopfer sitzt in U-Haft

BURBACH. Die Bilder sorgten deutschlandweit für Aufregung. Zwei Wachleute mißhandeln im April in einem Asylbewerberheim in Burbach einen 18jährigen Algerier, nachdem dieser randaliert haben soll. Nun wurde bekannt: Der Mann sitzt bereits seit Monaten in Untersuchungshaft.

Karim M. soll im Mai mit einem Landsmann in ein Juweliergeschäft eingebrochen sein, berichtet der Spiegel. Demnach habe ihn die Polizei in unmittelbarer Nähe des Tatortes samt Diebesgut aufgegriffen. Ein genauer Gerichtstermin steht laut dem Magazin noch nicht fest.

Angriff auf Wachleute?

Ende September war ein Video aufgetaucht, das zeigt, wie der Asylsuchende in einer ehemaligen Kaserne von zwei Wachleuten schikaniert wird. Er wurde unter anderem geschlagen und mußte sein Gesicht in sein Erbrochenes legen. Die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes gaben später an, der junge Mann habe sie zuvor mit Glasscherben angegriffen und bereits mehrfach betrunken randaliert.

Der Fall hatte eine Debatte über die Unterbringung von Asylbewerbern ausgelöst. Zahlreiche Politiker forderten eine strengere Überprüfung von Wachleuten, die in Asylheimen arbeiten. Gegen die beiden Mitarbeiter wurden Ermittlungen wegen Freiheitsberaubung und Nötigung eingeleitet. (ho)

Asylbewerberheim in Burbach: Opfer sitzt in U-Haft Foto: dpa

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