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Serkan A. und Spyridon L.
Serkan A. (links) und Spyridon L. vor Gericht (2008): Mißbrauch des Freizügigkeitsrechtes Foto: picture-alliance/ dpa

Ausländerkriminalität
 

Bayern schiebt U-Bahn-Schläger ab

MÜNCHEN. Der Schläger Spyrion L., der 2007 einen Rentner beinahe zu Tode geprügelt hatte, ist nach Griechenland ausgewiesen worden. „Bayern schiebt straffällige Ausländer konsequent ab“, sagte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Dieses gelte auch für EU-Bürger, die ihr Freizügigkeitsrecht mißbrauchen würden. „Solche Personen, die eine Gefahr für friedliche Bürger sind, haben bei uns nichts zu suchen.“

Der damals achtzehnjährige Spyrion L. hatte kurz vor Weihnachten 2007 gemeinsam mit einem Kumpanen einen 76 Jahre alten Rentner in einem Münchner U-Bahnhof überfallen. Der pensionierte Schuldirektor hatte sie zuvor auf das Rauchverbot in den Zügen der U-Bahn aufmerksam gemacht. Das war für sie Anlaß, den Mann niederzuschlagen und zusammenzutreten. Nur mit großem Glück überlebte das Opfer.

Die Gewaltorgie wurde von einer Überwachungskamera festgehalten. Als die Polizei die Aufnahme teilweise veröffentlichte, sorgte sie für eine deutschlandweite Debatte über einen Rassismus von Einwanderern gegen Deutsche. Spyrion L. wurde zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt. Der damals zwanzigjährige Mittäter Serkan A. erhielt zwölf Jahre. Reist Spyrion L. wieder nach Deutschland ein, droht ihm die restliche Haftstrafe. Auch Serkan A. muß mit seiner Abschiebung in die Türkei rechnen. (FA)

Serkan A. (links) und Spyridon L. vor Gericht (2008): Mißbrauch des Freizügigkeitsrechtes Foto: picture-alliance/ dpa
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