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Bundestagskandidatur
 

Steinbach gewinnt Stichwahl um Bundestagskandidatur

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Die CDU-Politikerin Erika Steinbach kandidiert erneut für den Bundestag Foto: JF

FRANKFURT/MAIN. Die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach, wird erneut für den Bundestag kandidieren. Die CDU-Politikerin setzte sich am Sonnabend in einer Kampfabstimmung um die Nominierung als Direktkandidat im Wahlkreis Frankfurt am Main II gegen zwei innerparteiliche Konkurrenten durch.

Herausgefordert hatten sie der Vorsitzende der Jungen Union, Ulf Homeyer, und der kulturpolitischen Sprecher der CDU-Fraktion im Römer, Thomas Dürbeck.

Im ersten Wahlgang bekam Steinbach 68 Stimmen. Für Dürbeck votierten 49 Delegierte und für Homeyer 32. Die anschließende Stichwahl entschied Steinbach dann mit 82 Stimmen für sich. Dürbeck erhielt 65 Stimmen.

Engagement für verfolgte Christen

Die 69 Jahre alte Präsidentin des Bundes der Vertriebenen gehört dem Bundestag seit 1990 an. Als menschenrechtspolitische Sprecherin der Unionsfraktion engagiert sie sich unter anderem für verfolgte Christen.

Im September 2010 zog sich Steinbach aus dem Vorstand der CDU zurück. Sie habe dort nur noch eine „Alibifunktion, die ich nicht mehr wahrnehmen möchte. Ich stehe dort für das Konservative, aber ich stehe immer mehr allein“, begründete sie ihre Entscheidung.

Zuvor war sie nach Äußerungen zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs parteiintern scharf kritisiert worden. Die Vertriebenenpräsidentin hatte auf einer Klausur der Unionsfraktion im Bundestag darauf hingewiesen, daß Polen seine Streitkräfte bereits im März 1939 mobilisiert habe und zwei Vertriebenenfunktionäre gegen Kritiker verteidigt.

Steinbach gehört dem Berliner Kreis an, der sich um ein konservativeres Profil der Union bemüht. (krk)

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