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Bundeswehr
 

De Maizière gegen Veteranentag

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Ehrenhain gefallener Bundeswehrsoldaten in Mazar-e Sharif: In Deutschland kein Gedenktag Foto: Bundeswehr/Bienert mit CC-Lizenz https://preview.tinyurl.com/9ysymg8

BERLIN. Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat die Einführung eines deutschen Veteranentages abgelehnt. „Es gibt so viele Tage: Muttertag und Valentinstag und so weiter“, sagte er in einem Video-Interview mit der Neuen Presse Hannover. Statt eines eigenen Gedenktages für deutsche Soldaten plädiert der Minister nun für „einen Akzent“, der zusätzlich am deutschen Nationalfeiertag am 3. Oktober gesetzt werden solle.

De Maizière hatte sich zuvor noch für einen eigenen Veteranentag ausgesprochen, lediglich das Datum schien unklar. „Es ist überfällig. Wir haben uns bisher davor gedrückt“, sagte der Unionspolitiker noch vor einem Jahr. Vor dem 3. Oktober war der 22. Mai – Beschluß der Wiederbewaffnung 1956 – im Gespräch, nachdem Volkstrauertag als offizieller Gedenktag in den Reihen der SPD auf Widerstand gestoßen war.

Verteidigungsministerium beugt sich SPD-Forderung

Der Vorschlag eines Veteranentages am 22. Mai sei „nicht so furchtbar falsch wie der erste falsch war“, sagte der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, damals. Mit diesem Datum beziehe man sich wenigstens positiv auf die Geschichte der Bundesrepublik. Dennoch lehnt die Partei einen Gedenktag ab. „Ich bin skeptisch, ob es einen Tag geben kann, der die Gesellschaft wirklich durchdringt.“

Dagegen setzt sich der Bund Deutscher Veteranen seit Jahren vehement für einen „Ehrentag“ ein. Dieser biete die Chance „danke zu sagen und Respekt und Anerkennung gegenüber diesem besonderen Dienst am eignen Land zu fördern“, heißt es in den Statuten des Verbandes.

Wie am Donnerstag bekannt wurde, ist ein Bundeswehrsoldat bei einem Feuergefecht im afghanischen Kundus verletzt worden. Zwei afghanische Polizisten und vier Taliban-Kämpfer kamen bei der Operation ums Leben. Über die Schwere der Verletzung liegen noch keine Angaben vor. Zuletzt war am 2. Juni 2011 in der an Kundus angrenzenden Provinz Baghlan ein Bundeswehrsoldat bei einem Sprengstoffanschlag getötet worden. (FA)

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