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Erziehung
 

Schröder hält Grimms Märchen für sexistisch

HAMBURG. Familienministerin Kristina Schröder (CDU) achtet bei der Erziehung ihrer Tochter auf eine politisch korrekte Sprache. Wenn etwa in Pippi Langstrumpf vom „Negerkönig“ die Rede sei, oder bei Jim Knopf vom „Negerbaby“, übersetze sie dies synchron, um ihr Kind davor zu bewahren, solche Ausdrücke zu übernehmen.

„Auch ohne böse Absicht können Worte ja Schaden anrichten“, sagte Schröder der Zeit. Wenn das Kind dann älter sei, würde sie erklären, was das Wort „Neger“ für eine Geschichte habe und daß seine Verwendung verletzend sei.

„Man könnte auch sagen: Das liebe Gott“

Die Familienministerin beklagte zudem, daß Grimms Märchen „oft sexistisch“ seien. In diesen gebe es selten eine positive Frauenfigur. Deshalb wolle sie daneben auch andere Geschichten mit anderen Rollenbildern setzen.

Auf die Frage, wie man einem kleinen Mädchen erkläre, daß alle zu „dem lieben Gott“ und nicht zu „der Gott“ beteten, antwortete Schröder: „Ganz einfach: Für eins mußte man sich entscheiden. Aber der Artikel hat nichts zu bedeuten. Man könnte auch sagen: Das liebe Gott.“

Wichtig sei in jedem Fall Ehrlichkeit bei der Erziehung. Sobald beispielsweise bei ihrer 18 Monate alten Tochter Zweifel am Weihnachtsmann aufkämen, würde sie ihr sagen, daß es sich dabei lediglich um eine schöne Geschichte handle. Zudem wolle sie neben der Bibel auch zügig die Evolutionsgeschichte vermitteln. (krk)

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