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Uni Trier schmeißt Militärhistoriker van Creveld raus

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Der israelische Militärhistoriker Martin van Creveld ist an der Uni Trier nicht mehr erwünscht Foto: Adi Mendlin

TRIER. Die Universität Trier hat am Dienstag ihren Vertrag mit dem israelischen Militärhistoriker Martin van Creveld überraschend aufgelöst. Der 65jährige Israeli war Gastprofessor am Historisch-Kulturwissenschaftliche Zentrum (HKFZ). Gegen seine politisch unkorrekten Äußerungen über die Bevorzugung von Frauen gab es heftige Kritik von linken Gruppen.

Van Creveld hatte am 17. Oktober einen Vortrag über das Thema „Männer, Frauen, Kriegsspiele und Kultur“ gehalten. Darin habe er ausgeführt, daß viele Frauen es genießen würden, Männern dabei zuzusehen, „wie sie sich gegenseitig abschlachten“.

Linke Gruppen an der Universität diffamierten daraufhin van Creveld in einem offenen Brief als „frauenfeindlich, militaristisch, latent antiisraelisch, nicht zuletzt vulgärwissenschaftlich und methodisch primitiv“. Ferner wurde kritisiert, daß van Creveld häufig in der JUNGEN FREIHEIT Beiträge veröffentlicht habe. Zu den Erstunterzeichnern der Schmähschrift gehörten neben dem Asta der Hochschule Vertreter von GEW, DGB, Linkspartei, Jusos und der Grünen.

Überraschende Wende

Die Uni Trier knickte nach einer Woche ein: Sie löste den Vertrag mit van Creveld auf und sagte alle geplanten Vorträge ab. Diese Wendung kam sehr überraschend. Noch Stunden nach der Dimission hieß es auf der Internetseite der Uni, van Creveld sei ein Wissenschaftler, „den man mit Recht als Koryphäe bezeichnen darf“. Auch war der Universität bekannt, daß seine Ansichten „nicht selten provokant und mit einer gewissen Vorliebe für herausfordernde Zuspitzungen“ sind.

Doch davon will der Dekan des HKFZ, Ulrich Port, nun nicht gewußt haben. „Wir kannten diese Thesen nicht“, zitiert ihn der Trierer Volksfreund. Vom Universitätspräsidenten Michael Jäckel steht eine Reaktion noch aus. (rg)

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