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Französisches Parlament stimmt gegen Homo-Ehe

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Frankreichs Flagge: Das Parlament stimmt gegen die Homo-Ehe Foto: Wikimedia/Chris Stubel mit CC-Lizenz https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode

PARIS. Die französische Nationalversammlung hat sich gegen die Öffnung der Ehe für Homosexuelle ausgesprochen. Die konservative Regierungsmehrheit lehnte einen entsprechenden Antrag der sozialistischen Partei am Dienstag mit 293 zu 222 Stimmen ab.

Der konservative Abgeordnete Michel Diefenbacher (UMP) warnte während der Debatte vor einer Verwässerung der Ehe. Diese dürfe nicht angetastet werden, da sie dem Schutz der schwächsten in der Gesellschaft diene. Frankreich solle sich deswegen nicht „nach dem Wind richten noch Modeerscheinungen beugen“, sagte Diefenbacher, nach einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP.

Unterstützung erhielt er dabei von seinem Parteikollegen Christian Vanneste. Dieser hatte die Homo-Ehe in seiner Rede als „anthropologischen Irrweg“ bezeichnet, der vor allem von einer „starken Lobby“ gepredigt werde, berichtet der Figaro. „Die Gesellschaft muß den Fortbestand der Ehe zwischen Mann und Frau sicherstellen“, forderte Vanneste. Kritik kam auch von der Chefin der Front National, Marine Le Pen. Die Ehe sei im Gegensatz zur Homosexualität die „Regel in der Gesellschaft“, genausogut könne auch die Polygamie legalisiert werden, sagte Le Pen.

Sozialisten verteidigen Gesetzentwurf

Der Redner der sozialistischen Opposition, Patrick Bloche, warb dagegen für die Eheöffnung. So seien auch sehr katholische Staaten mit der Einführung der Homo-Ehe nicht in ihren Grundfesten erschüttert worden.

Derzeit haben mit Norwegen, Spanien, den Niederlanden, Belgien, Portugal, Schweden und Island sieben europäische Länder gleichgeschlechtliche Eheschließungen erlaubt. Ähnlich wie in Deutschland gibt es auch in Frankreich die Möglichkeit für Homosexuelle, eine „Lebenspartnerschaft“ mit einigen Ehe-Privilegien abzuschließen. (ho)

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