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Statistik
 

Zahl der Asylbewerber in Deutschland gestiegen

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Grundgesetz: Nur 292 Personen als Asylberechtigte nach Artikel 16 anerkannt Foto: Pixelio/Daniel Gast

BERLIN. Die Zahl der Asylbewerber ist im ersten Halbjahr 2010 deutlich gestiegen. Laut Bundesinnenministerium stellten 15.579 Personen während dieses Zeitraums in Deutschland erstmals einen Asylerstantrag.

Das entspricht im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres einem Zuwachs von 3.125 Antragstellern (plus 25,1 Prozent). Über insgesamt 19.867 Fälle hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge von Januar bis Juni 2010 eine Entscheidung getroffen.

Dabei wurden lediglich 292 Personen (1,5 Prozent) als Asylberechtigte nach Artikel 16 des Grundgesetzes anerkannt. Weiteren 3.399 Personen (17,1 Prozent) wurde ein sogenannter Flüchtlingsschutz gewährt.

Zahl der Flüchtlinge aus Afghanistan mehr als verdoppelt

Bei 1.428 Antragstellern (7,2 Prozent) stellte das Bundesamt ein Abschiebungsverbot fest, weil zum Beispiel in ihrem Herkunftsland die Todesstrafe, Folter oder eine andere „erhebliche Gefahr für Leib, Leben oder persönliche Freiheit konkret droht“.

10.213 Asylanträge – also über die Hälfte (51,4 Prozent) – wurden abgelehnt. Bei 21.326 Personen stand Ende Juni 2010 eine Entscheidung im Asylverfahren noch aus. 

Nach wie vor stammen die meisten Asylbewerber (2.596) aus dem Irak, wenn auch mit sinkender Tendenz. Deutlich gestiegen sind die Asylbewerberzahlen aus Afghanistan, nämlich von 1.120 Erstanträgen im ersten Halbjahr 2009 auf insgesamt 2.504 Anträge im selben Zeitraum 2010.

Türkei als Herkunftsland an sechster Stelle

An dritter Stelle der Herkunfststaaten liegt Iran, an vierter und fünfter liegen das Kosovo und Serbien. An sechster Stelle rangiert die Türkei, an neunter die Russische Föderation.

Laut Innenministerium sind 82 Prozent der türkischen sowie 47 Prozent der irakischen Asylbewerber Kurden. Fast die Hälfte (47 Prozent) der Antragsteller aus Rußland seien tschetschenischer Volkszugehörigkeit. (vo)

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