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Streit um Linkstrend
 

Flath: CDU hat Stammkundschaft vergrault

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Steffen Flath: für Selbständige und kinderreiche Familien Foto: CDU-Fraktion Sächsischer Landtag

FRANKFURT AM MAIN. Der sächsische CDU-Fraktionsvorsitzende Steffen Flath hat die Notwendigkeit eines parteiinternen Richtungsstreits betont. Bei einer Diskussionsveranstaltung der Frankfurter Rundschau am Mittwoch sagte der Politiker, die Union müsse sich mit ihren eigenen Positionen auseinandersetzen.

Flath kritisierte mit Blick auf die Verluste bei den jüngsten Wahlen, daß die CDU ihre Stammkundschaft vergrault habe. Dazu gehörten beispielsweise Selbständige und kinderreiche Familien.

Der sächsische Christdemokrat ist einer von vier Autoren eines Zeitungsartikels, in dem Anfang Januar die CDU-Spitze zu einer Stärkung des konservativen Profils aufgefordert worden war.

Konservative müssen dazugehören können

Flath diskutierte auf der Veranstaltung zum Thema „Zwischen Kirchturm und Kühlturm – Die CDU im Richtungsstreit“ mit der ehemaligen Bundestagspräsidentin Rita Süßmuth, der Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth und dem Sprecher des Arbeitskreises Engagierter Katholiken, Martin Lohmann.

Anläßlich der Debatte um die Aktion „Linkstrend stoppen“ bestritt Süßmuth, die Union sei in der Vergangenheit weiter nach links gerückt; solche Links-rechts-Schemata seien überholt.

Lohmann stützte dagegen Flaths Kritik und bekräftigte, Konservative müßten in der Partei wieder dazugehören können. Es sei ein fatales Signal, wenn die CDU-Führung nur noch unter SPD-Wählern fischen wolle. (vo)

> Die Übertragung der Diskussion als Audiodatei

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