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Kriminalität
 

Autodiebstahl in Grenzregionen steigt stark an

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Seit der Schengen-Erweiterung hat die Polizei in den Grenzgebieten zu Polen und Tschechien alle Hände voll zu tun Foto: Pixelio/Arno Bachert

BERLIN. Der Wegfall der Grenzkontrollen zu Polen und Tschechien im Zuge der Schengen-Erweiterung hat zu einem erheblichen Anstieg der Kriminalität in den betroffenen Regionen geführt.

Wie die Welt aus vorab bekanntgewordenen Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik berichtet, stiegen die Autodiebstähle in Brandenburg im Vergleich zum Vorjahr um 30,9 Prozent, in Sachsen sogar um 32 Prozent. Der frühere Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble sowie sein Nachfolger Thomas de Maizière (beide CDU) hatten einen Anstieg der Grenzkriminalität aufgrund des Wegfalls der Grenzkontrollen vor gut zwei Jahren stets verneint.

Deutschlandweit sank die Kriminalität laut dem Bericht um 1,2 Prozent auf 6,04 Millionen Straftaten.

Linke Gewalt in Berlin steigt um 144 Prozent

Unterdessen gab der Berliner Innensenator Ehrhart Körting (SPD) am Montag bekannt, daß die politisch motivierte Kriminalität von links in der Hauptstadt 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 87 Prozent (601 Delikte) auf 1.292 Straftaten gestiegen ist. Die Zahl der linken Gewalttaten erhöhte sich sogar um 144 Prozent von 171 (2008) auf 417 Fälle.

Rund die Hälfte davon (209) richtete sich laut der Statistik gegen Sicherheitsbehörden. Die Straftaten im Phänomenbereich politisch motivierter Kriminalität von rechts sanken dagegen um zehn Prozent auf 1.261 Delikte. Über die Hälfte (873 Fälle) waren sogenannte Propagandadelikte. Rechte Gewalttaten sanken um 29 Prozent von 92 (2008) auf 65.

Deutschlandweit stieg die politisch motivierte Kriminalität von links um annähernd vierzig Prozent. Die linken Gewalttaten nahmen um 53,4 Prozent zu. (krk)

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