Zahl der Deutschen schrumpft weiter

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Kunstinstallation im Reichstag: Immer weniger Deutsche Foto: Pixelio/habie

WIESBADEN. Die Einwohnerzahl Deutschlands nimmt weiterhin konstant ab. Laut vorläufigen Schätzungen des Statistischen Bundesamtes lebten im Dezember 2008 etwa 82,02 Millionen Menschen in der Bundesrepublik. Das bedeute einen Rückgang von knapp 160.000 Einwohnern beziehungsweise 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Grund hierfür ist nach Angaben der Statistiker vor allem die stagnierende Geburtenrate, welche die Zahl der Verstorbenen weiterhin unterbietet. Während 680.000 Menschen 2008 zur Welt kamen, stieg die Zahl der Sterbefälle auf etwa 835.000 an. Daraus ergebe sich eine Geburtendifferenz von über 150.000 im Vergleich zu 142.000 im Jahre 2007.

Ausgeglichener Wanderungssaldo erwartet

Sollte sich der Trend der vergangenen Jahre tatsächlich bestätigen, werden im Jahr 2008 etwa 670.000 Menschen aus dem Ausland nach Deutschland zugezogen sein; davon rund 85 Prozent Ausländer.

Die Zahl der aus Deutschland Ausgewanderten dürfte leicht gestiegen sein. 2007 verließen 637.000 Menschen das Land; ein Viertel davon waren deutsche Staatsbürger. Für das Jahr 2008 erwartet das Bundesamt erstmals seit 1984 ein ausgeglichenen Wanderungssaldo. Gleichsam bedeute dies jedoch einen Nettoabwanderung von weit über 60.000 Deutschen.

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