Vatikanszeitung sieht Scharia als Vorbild

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Die deutsche Ausgabe des „L’Osservatore Romano“: Sympathien für die Scharia Foto: JF

HAMBURG. Die offizielle Tageszeitung des Vatikans, Osservatore Romano, hat sich lobend über das islamische Rechtssystem geäußert. Angesichts der Finanzkrise könne die Scharia als Vorbild dienen, wird in dem Aufsatz von zwei Wirtschaftswissenschaftlerinnen behauptet. „Islamisches Finanzwesen kann zu neuen Regeln in der westlichen Finanzwelt beitragen“, zitiert die Financial Times Deutschland aus dem Artikel.

Kapitalismus-Überwindung mit Scharia?

Besonders begeistert zeigen sich die Autorinnen vom Zinsverbot des Islams. Um dieses zu umgehen, haben islamische Banken verschiedene Systeme entwickelt, welches ihnen formal zinslose Darlehen zu verleihen ermöglicht. Islamische Anleihen, die sogenannten Sukuks, sind beispielsweise an direkte Investitionen gebunden. Deren Rendite wird dann als Zins ausgegeben.

„Der Sukuk verfolgt keine spekulativen Ziele“, behauptet daher die Vatikanszeitung und spricht vom Ende des derzeitigen Kapitalismus-Modells. So könne die Finanzhilfe für die Autoindustrie nach islamischen Vorbild erfolgen. (FA)

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