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Polnische Nationalhymne soll NPD-Plakate neutralisieren

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Deutscher und polnischer Grenzpfahl in Görlitz: „Zu keiner Provokation kommen lassen“ Foto: Pixelio/Hans Dunker

GÖRLITZ. Ab dem 1. September soll auf dem Marktplatz der Stadt Görlitz von einem Trompeter die polnische Nationalhymne gespielt werden. Das hat der deutsch-polnische Unternehmerverein „Innovation Neiße Region“ als Reaktion auf eine Plakatkampagne der NPD in der geteilten Neißestadt in Auftrag gegeben. Die NPD wirbt im andauernden sächsischen Landtagswahlkampf unter anderem mit der Forderung „Polen-Invasion stoppen!“ für sich.

Dagegen hatte sich in der Vergangenheit bereits mit Beteiligung des SPD-Ortsvereins der „Aktionskreis für Görlitz“ gebildet, der in der Stadt Plakate mit der Aufschrift „Görlitz sagt Nein! zur NPD“ klebte.

„Wir wollen es zu keiner Provokation kommen lassen“, sagte Mariusz Klonowski vom Unternehmerverein der polnischen Tageszeitung Rzeczpospolita. Das Ganze solle ein Test sein, ob die Einwohner von Görlitz tatsächlich die als antipolnisch empfundene NPD-Kampagne ablehnten. Klonowski arbeitet als Redakteur bei der polnischen Zeitung Gazeta Powiatowa.

Bürgermeister von Zgorzelec zufrieden

Der Bürgermeister der polnischen Halbstadt Zgorzelec, Rafał Gronicz, zeigte sich zufrieden über die „weitere gesellschaftliche Initiative“ im benachbarten deutschen Görlitz. Das demonstrative Aufführen der polnischen Hymne, des Mazurek Dąbrowskiego („Noch ist Polen nicht verloren“), betrachte er nicht als konfrontativ. „Jeden Ausdruck von Nichteinverständnis mit antipolnischer Hetze nehme ich mit Verständnis auf“, zitierte ihn die Rzeczpospolita. In der ersten Strophe des Liedes heißt es: „Was uns fremde Gewalt genommen, holen wir mit dem Säbel zurück.“ (ru)

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